Stadtammannwahl
Wahl Stadtammann: Baden erwartet viele Wähler

Baden Viele Bürgerinnen und Bürger haben bereits brieflich abgestimmt. In der Vergangenheit hatte die Wahlbeteiligung bei Stadtammanwahlen stark geschwankt.

Pirmin Kramer
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Am Sonntag werden im Stadthaus Baden die Stimmen der Wähler ausgezählt.

Am Sonntag werden im Stadthaus Baden die Stimmen der Wähler ausgezählt.

AZ-Archiv/Wal

«Für die Stadtrats- und Stadtammannwahl zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab», verrät Stadtschreiber-Stellvertreter Marco Sandmeier. Indiz hierfür seien die zahlreichen Couverts mit Wahlzetteln, die bereits im Stadtbüro eingetroffen seien. Genaue Zahlen der bisher eingegangenen Stimmen liegen nicht vor. Gerade im Vergleich mit der letzten Abstimmung im Herbst zum Tierseuchengesetz dürfte die Zahl der Bürger, die im Vorfeld brieflich abstimmen, aber deutlich höher ausfallen.

«Weil wir eine hohe Stimmbeteiligung erwarten, dürften die Resultate etwas später vorliegen als sonst», sagt Sandmeier. Er erwartet, dass die Ergebnisse am Sonntag zwischen 13.30 Uhr und 14 Uhr feststehen werden. «Anders als bei gewissen Wahlen und Abstimmungen dürfen wir im Vorfeld noch keine Auszählungen machen. So soll verhindert werden, dass ein erster Trend erkannt und für den einen oder anderen Kandidaten noch Wähler mobilisiert werden könnten. In der Stadt Baden sind 11370 Stimmrechtsausweise versandt worden.

Als Josef Bürge (CVP) im Jahr 2001 zum letzten Mal zum Stadtammann gewählt wurde, betrug die Wahlbeteiligung 32 Prozent. Vier Jahre später, bei der Kampfwahl um seine Nachfolge, war die Wahlbeteiligung mit 53 Prozent deutlich höher. Stephan Attiger (FDP) erhielt 2321 Stimmen und verpasste damit das absolute Mehr knapp. Zu einem zweiten Wahlgang kam es aber nicht – Attiger wurde still zum Stadtammann gewählt. 2009, als Attiger in seinem Amt bestätigt wurde, betrug die Wahlbeteiligung 32,5 Prozent.

Bis Dienstag konnten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihr Wahlcouvert per Post an die Stadt Baden schicken. Am Sonntag um 10 Uhr endet die Frist für alle, die ihren Wahlzettel persönlich an der Urne vorbeibringen oder direkt in den Briefkasten des Amtshauses werfen wollen. Rund 30 Personen werden am Sonntag im Wahlbüro beschäftigt sein.