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Fünf Kandidierende auf fünf Sitze: Diese zwei Neuen wollen den Gemeinderat in Niederrohrdorf aufmischen

Nebst drei bisherigen Gemeinderäten stellen sich mit Kevin Van und Justin Vogler zwei neue Kandidaten zur Verfügung. Gisela Greder kandidiert zudem als Frau Gemeindeammann. Das sind ihre Ziele.

Sarah Kunz
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Die Konstellation im Gemeindehaus in Niederrohrdorf wird sich auf die kommende Amtsperiode hin verändern.

Die Konstellation im Gemeindehaus in Niederrohrdorf wird sich auf die kommende Amtsperiode hin verändern.

Archivbild: Severin Bigler

Im Niederrohrdorfer Gemeinderat wird es eine Veränderung geben. Nachdem der bisherige Gemeindeammann Gregor Naef (FDP) nicht mehr kandidiert, stellt sich Gisela Greder (parteilos) als neue Frau Gemeindeammann zur Verfügung. Reto Grunder (FDP) stellt sich erneut als Vizeammann zur Wahl. Auch die bisherige Gemeinderätin Martina Egger (SVP) sieht von einer erneuten Kandidatur ab. Stattdessen machen mit Kevin Van (FDP) und Justin Vogler (SP) zwei neue Kandidaten im Rennen um die Gemeinderatssitze mit.

Gemeinderätin Gisela Greder.

Gemeinderätin Gisela Greder.

Bild: zvg

Fest steht also bereits vor den Wahlen am 26. September: Die Gemeinde-Exekutive wird neu zusammengesetzt. Gisela Greder freut sich auf die Zusammenarbeit, hat aber auch hohe Erwartungen an die beiden neuen Gemeinderäte: «Ich wünsche mir, dass sie sich gut einarbeiten und aktiv ihre Meinung einbringen und sich engagieren werden», sagt sie auf Anfrage. «Ich hoffe, dass wir zu einem Gremium zusammenwachsen können, in dem intensiv diskutiert und debattiert wird und man anständig und mit Respekt miteinander umgeht.»

Als zukünftige Frau Gemeindeammann will sich Greder für die Menschen im Dorf einsetzen: «Ein grosses Ziel ist für mich, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, für die Bevölkerung und für die Angestellten unserer Gemeinde da zu sein, und für ihre Anliegen und Sorgen ein offenes Ohr zu haben», sagt sie. Niederrohrdorf soll, trotz des grossen Wachstums in den letzten Jahren, ein attraktives Dorf mit guter Lebensqualität am schönen Rohrdorferberg sein und bleiben. Dazu gehöre auch, den Steuerfuss von 97 Prozent trotz des geplanten Baus des Primar- und Oberstufenschulhauses «Jim Knopf» zu halten.

Thema Schulraumerweiterung steht im Vordergrund

Kevin Van (FDP).

Kevin Van (FDP).

Bild: zvg

Die Schulraumerweiterung ist auch für Kevin Van ein wichtiges Thema. Der 41-Jährige ist Betriebswirtschafter, Senior Relationship Manager bei der Bank J. Safra Sarasin in Zürich und wohnt mit seiner Familie seit 2017 in Niederrohrdorf. «Die Menschen im Dorf sind mir wichtig», sagt Van. «Durch das schnelle Bevölkerungswachstum haben sich die Bedürfnisse verändert. An diese soll sich die Verwaltung anpassen.» Van setzt sich deshalb zum Ziel, die Infrastruktur, wo nötig, auszubauen und die Schulraumerweiterung voranzutreiben. «Das Projekt ‹Jim Knopf› soll preislich nicht über die Stränge schlagen und der Bevölkerung das bieten, was sie braucht», sagt Van.

Mit seiner Kandidatur will Van allgemein mehr Bewegung in die Politik bringen – und die FDP nach dem Rücktritt von Parteikollege Gregor Naef wieder im Gemeinderat vertreten. «Da ich derzeit in der Finanzkommission tätig bin, kenne ich mich mit den Geschäften in der Verwaltung aus und kann darauf aufbauen», sagt er. «Aus diesem Grund könnte ich das Dorf sicher weiterbringen.» Auch seine berufliche Erfahrung in der Privatwirtschaft könne ihm helfen, innert nützlicher Zeit künftige Projekte umzusetzen und die Gemeinschaft zusammenzubringen. «Das wichtigste sind für mich die Menschen im Dorf», sagt Van. «Wir sollen wieder alle an einem Strick ziehen. Dafür will ich mich einsetzen.»

Justin Vogler (SP).

Justin Vogler (SP).

Bild: zvg

Justin Vogler ist in Niederrohrdorf aufgewachsen und will – auf Wunsch der Bevölkerung hin – mit seinen jungen 28 Jahren eine progressive Kraft im Gemeinderat sein. «Der Gemeinderat hat in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht», sagt der gelernte Elektroplaner. «Aber die Kommunikation mit der Bevölkerung könnte besser sein und es fehlt teilweise an innovativen Ideen.» Als Beispiel nennt Vogler etwa ein Jugendleitbild: «Die Bevölkerung ist stark gewachsen. Die junge Generation im Dorf hat Bedürfnisse, die bislang zu wenig thematisiert wurden.» Dass ebendiese mit ihm zukünftig eine Vertretung haben könnte, sieht Vogler deshalb als sehr positiv.

Als zukünftiger Gemeinderat wolle er Projekte wie beispielsweise den Pumptrack, den eine private Interessengemeinschaft initiiert hat, vorantreiben und sich für eine sinnvolle Schulraumerweiterung einsetzen. Ebenfalls setzt sich Vogler zum Ziel, Grünflächen und Freiräume im Dorf zu erhalten. «Ich bin emotional stark an die Gemeinde gebunden», sagt Vogler. «Das Dorf und seine Bevölkerung liegen mir sehr am Herzen.»

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