Es dauert noch ein halbes Jahr, bis in Baden Gesamterneuerungswahlen anstehen, aber bereits wird diskutiert, ob der Sitz des im März gewählten Stadtammanns Geri Müller (team baden) angegriffen werden soll.

Die Basis solle dies entscheiden, hatte CVP-Präsident Matthias Gotter letzte Woche verlauten lassen. 30 Parteimitglieder haben sich nun Ende Woche an der Generalversammlung im Amtshimmel getroffen. «Die Frage wurde ausgiebig diskutiert – ein Entscheid ist aber noch nicht gefallen», erklärt Gotter.

«Spezielle Ausgangslage»

In der Stadt wird derzeit diskutiert, ob es ein ungeschriebenes Gesetz gibt, wonach der Sitz des Stadtammanns in der Regel nicht angegriffen wird. «Es herrscht jetzt eine Situation, die mögliche ungeschriebene Gesetze ausser Kraft setzt», sagt Gotter.

«Diese spezielle Ausgangslage, wie sie sich nun präsentiert, gab es noch nie – dass sich ein Stadtammann nach nur sechs Monaten der Wiederwahl stellen muss.» Die Stadtammannwahl zu Beginn dieses Jahres kam zustande, weil der Sitz von Stephan Attiger frei geworden war – er schaffte den Sprung in den Regierungsrat.

Auch die Wahlen vom März wurden im Amtshimmel diskutiert, die CVP-Basis sei mit Verlauf und Ergebnis nach wie vor unzufrieden, sagt Gotter. «Wir haben immer gesagt, dass wir uns eine bürgerliche Regierung wünschen.» Fest steht seit vergangener Woche, dass FDP-Stadtrat Roger Huber auf eine erneute Stadtammann-Kandidatur verzichtet.