Oberrohrdorf

Wahrzeichen ist von Pilz befallen

Mammutbaum wird trotz gesundheitlicher Probleme an Weihnachten wieder leuchten.

Mammutbaum wird trotz gesundheitlicher Probleme an Weihnachten wieder leuchten.

Der Mammutbaum im Dorfzentrum sieht krank aus. Letztes Jahr gab ein Spezialist Entwarnung. Nun steht fest: Der Baum leidet unter Wassermangel und hat gemäss Laborproben einen Pilz.

Alle Jahre wieder sorgen sich Dorfbewohner um den Gesundheitszustand des Mammutbaums, der aufgrund seiner trockenen Astspitzen krank aussieht. Letztes Jahr gab ein Spezialist Entwarnung. «Der Mammutbaum verhält sich artentypisch und auch die dürren Nadeln sind Teil eines periodischen Entwicklungsprozesses», hiess es im Bericht. Die Weihnachtsbeleuchtung am Mammutbaum sei nicht die Ursache der dürren Äste und der braunen Nadelbüschel (az berichtete). Diesen Ausführungen glauben nicht alle.

Um die Skeptiker zu beruhigen und um Gewissheit zu schaffen – immerhin handelt es sich beim Oberrohrdorfer Wahrzeichen um einen geschützten Baum –, hat das Organisationskomitee Mammutchristbaum dessen Gesundheitszustand nochmals genauer untersuchen lassen. Dieses Mal mit Holz- und Nadelproben, die im Labor untersucht wurden. «Da wir eine zweite Meinung wollten, hat ein anderer Spezialist die Untersuchung durchgeführt», sagt Claus Bornholt, Kommunikationsbeauftragter OK Mammutchristbaum.

Beleuchtung schadet Baum nicht

Jetzt liegen die Resultate vor: Der Mammutbaum leidet unter Wassermangel und weist Anzeichen von Pilzbefall auf. «Derzeit besteht jedoch kein Grund zur Sorge», betont Bornholt. Grund für den Wassermangel sei die beträchtliche Menge an Nadelstreu am Fusse des Baumes. «Die Nadeln haben das Versickern des Wassers im Boden verhindert und zur Unterversorgung des Baumes geführt», erklärt er. Diese seien jedoch bereits entfernt worden. Jetzt wird der Baum gehegt und gepflegt: Gemeindepersonal giesst ihn zweimal täglich und achtet darauf, dass das Wasser auch versickert. Inwieweit der Pilzbefall den Zustand des Baumes beeinträchtigt, darüber herrscht noch Unklarheit: «Die Nadel- und Holzproben wurden zwar im Labor untersucht. Es konnte jedoch im aktuellen Stadium der Pilzzellen noch nicht festgestellt werden, um welchen Pilz es sich handelt», erklärt Bornholt. Dass ein alter Baum wie dieser von Pilzen oder Insekten befallen sei, «ist aber laut Gutachten nichts Ungewöhnliches. Im Frühling wird der Baum nochmals untersucht.» Sicherheitsmangel bestünde jedenfalls nicht.

Der Mammutbaum in Oberrohrdorf wird trotz gesundheitlicher Probleme Ende November in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. «Die Weihnachtsbeleuchtung hat gemäss allen Experten bei umsichtiger Montage und Demontage keinen negativen Einfluss auf den Zustand des Baumes», betont Bornholt. Dank eines Sponsors sei im letzten Jahr auf eine LED-Beleuchtung umgestellt worden. Damit werde nicht nur der Stromverbrauch erheblich reduziert. «LED-Lampen werden auch nicht heiss. Umso mehr sollten alle Skeptiker, was die Weihnachtsbeleuchtung betrifft, jetzt beruhigt sein», sagt Bornholt. (ejo)

Mammutchristbaum und Weihnachtsmarkt am Samstag, 29. November.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1