Heimatschutz
Wakkerpreis für Baden: Warum die Stadt so lebenswert ist

Der Schweizer Heimatschutz vergibt den Wakkerpreis 2020 an die Stadt Baden für das Freihalten lebenswerter Räume. Welche Bespiele aufgeführt werden und was der Schweizer Heimatschutz an diesen Beispielen so besonders lobenswert findet, sehen Sie in der Bildergalerie oben.

Martin Rupf
Merken
Drucken
Teilen
Früher präsentierte sich der Schlossbergplatz wenig attraktiv, «Blinddarm» wurde die unwirtliche Unterführung genannt.
10 Bilder
Auch der neu gestaltete Schlossbergplatz wird als gutes Beispiel städtischer Planung erwähnt.
Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Theaterplatz und geniessen die Aussicht auf die Limmat.
Der Theaterplatz: Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Platz und geniessen die Aussicht über die Limmat.
Vor der Eröffnung des Trafoplatzes 2003 präsentierte sich dieser trist und grau.
Heute ist er ein Treffpunkt und ein offener Veranstaltungsraum. Im Zuge der weiteren Entwicklungen im Gebiet wird der Trafoplatz in den kommenden Jahren um den benachbarten Brown-Boveri-Platz ergänzt.
Der umfassend neu gestaltete Schulhausplatz (links) wurde im Sommer 2018 eröffnet und ist ein starkes Stück Stadtreparatur. Eine grosszügige unterirdische Passage verbindet seither die Vorstadt wieder mit der Innenstadt, während darüber weiterhin täglich 50'000 Fahrten auf der Kreuzung gezählt werden.
Einst führte kein Weg durch Baden an der Weiten Gasse vorbei. Wo sich früher Autos, Busse und Menschen um den beschränkten Platz stritten, wird heute flaniert, in Cafés gesessen und eingekauft. Dank der Neugestaltung des Schulhausplatzes verschwand seit kurzem auch der regionale Busverkehr aus der Einkaufsstrasse.
Der Kurpark, der sich zwischen Bahnhof und Bäderquartier aufspannt, entstand zur Blütezeit des Kurbetriebes am Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist er ein gepflegter, grosszügiger Erholungsraum mit beachtlichem Baumbestand für die gesamte Bevölkerung. Ein Parkpflegewerk regelt den angemessenen und denkmalpflegerisch korrekten Unterhalt der Anlage.
Der «Alte Stadtfriedhof» stand bei seiner Erstellung 1821 weit abseits des Stadtkerns. Heute liegt er inmitten der wachsenden Wohn- und Arbeitsgebiete. Mit subtilen und feinfühligen Interventionen erhielt die geschützte Gartenanlage 2013 eine neue Bestimmung als ruhiger Erholungsort und Quartierspielplatz.

Früher präsentierte sich der Schlossbergplatz wenig attraktiv, «Blinddarm» wurde die unwirtliche Unterführung genannt.

Archiv

Lesen Sie auch

Wakkerpreisgewinner seit 2000

2019: Langenthal BE
20 Bilder
2018: Stiftung «Nova Fundaziun Origen» in Riom GR
2017: Sempach LU
2016: Rheinfelden AG
2015: Bergell GR
2014: Aarau
2013: Sion
2012: Köniz BE
2011: West-Lausanne
2010: Fläsch GR
2009: Yverdon VD
2008: Grenchen SO
2007: Altdorf
2006: Delémont. Im Bild Bürgermeister Gilles Froidevaux.
2005: SBB. Im Bild der damalige SBB-Geschäftsleiter Benedikt Weibel.
2004: Biel BE
2003: Sursee LU
2002: Turgi AG
2001: Uster ZH
2000: Genf

2019: Langenthal BE

Keystone