Seit November hat die Stadt Baden einen neuen Polizeikommandanten. Doch wer den Namen von Andreas Lang – er folgte auf Martin Brönnimann – auf der Website der Stadt Baden sucht, wird nicht fündig.

Auch die anderen Namen der Stadtpolizei-Mitarbeitenden sucht man seit einigen Monaten vergeblich. Was sind die Gründe?

«Wir haben die Namen von der Website entfernt, weil mit ihnen telefonische Trickbetrügereien begangen wurden», sagt Polizeikommandant Andreas Lang. «Trickbetrüger haben sich als Polizisten ausgegeben und so versucht, Vermögensdelikte zu begehen», sagt Lang.

Die Masche der Betrüger: Sie geben sich als Polizisten aus und spielen eine Notsituation vor. Dann heisse es zum Beispiel, dass das Geld des Opfers auf dem aktuellen Konto wegen einem laufenden Betrugsfall nicht mehr sicher sei und bei der vermeintlichen Polizei deponiert werden solle.

Lang: «Kein schlechterer Service»

Die Entfernung der Namen von der Website sei temporärer Natur, aber: «Die Angehörigen des Stadtpolizei-Corps begrüssen diese Massnahme, weil sie letztlich auch ihrer Sicherheit dient», so Lang. Aus dem gleichen Grund seien Polizisten auf der Uniform auch nicht mit Namen angeschrieben.

«Heutzutage findet man sehr schnell und einfach heraus, wo jemand lebt, wenn man einmal seinen Namen weiss.» Dass das Entfernen der Namen mit schlechterem Service für die Bürger einhergeht, verneint Lang.

«Im Gegenteil: Jetzt ist nur noch die Hauptnummer angegeben; man muss sich nicht mehr durch die Namensliste suchen. Und für die Stadtpolizei ist es wiederum ein Vorteil, weil wir eine bessere Triage machen können.»

Aus diesem Grund sei es durchaus denkbar, dauerhaft auf das Publizieren der Namen zu verzichten, so Lang.

Die Polizei gibt der Bevölkerung folgende Ratschläge im Falle eines Anrufs: Nehmen Sie

  • Warnungen von Bankangestellten ernst und lassen Sie deren Unterstützung zu.
  • Fragen Sie über die Notrufnummer 117 nach, ob es diesen Polizisten tatsächlich gibt.
  • Telefonnummern können technisch manipuliert werden. Sie dürfen also nicht davon ausgehen, dass beispielsweise ein Anruf mit einer Schweizer Vorwahl wirklich aus der Schweiz getätigt wurde oder dass man aufgrund einer auf dem Display erscheinenden Telefonnummer auf die wahre Identität des Anrufers schliessen kann.
  • Die Polizei wird Sie niemals über die Notrufnummer 117 kontaktieren.