Der 2007 gebaute Promenadenlift bei der Limmat hat aus zwei Gründen weit über die Stadtgrenze hinaus Bekanntheit erlangt. Einerseits wird er regelmässig in höchsten Tönen gelobt, weil er Ennetbaden und Baden direkt miteinander verbindet, auf Gehdistanz aneinandergerückt hat und «elegant innerstädtische Fussverkehrsprobleme löst», wie die NZZ schrieb.

Der Lift als öffentliches Verkehrsmittel friste zu Unrecht ein Schattendasein. Der Aufzug in Baden und der angrenzende Limmatsteg aber seien zwei der wenigen Beispiele für Bauwerke, die einen Fussweg gezielt verkürzten und ihn dadurch zu einer konkurrenzlosen Alternativvariante machten. Rund 2500 Menschen machen täglich eine Fahrt im Lift.

Andererseits gibt der Promenadenlift auch wegen beispielloser Pannenserien zu reden. So zum Beispiel im vergangenen Winter, als er alleine im Dezember zehn Mal stehen blieb. Lange wurden Zahlen zur Ausfallquote nicht bekannt gegeben, nun hat der Ennetbadener Gemeinderat in der «Ennetbadener Post» einige Statistiken publiziert.

20 Störungen im Jahr 2014

Im Jahr 2013 gab es 15 Störungen, im Jahr 2014 waren es 20. Allein im ersten Quartal des laufenden Jahres sind bereits wieder neun Störungen registriert worden.

Setzte man diese Ausfälle ins Verhältnis zu den Anzahl Fahrten, die pro Tag deutlich über Tausend liegen, sei die Störungsquote freilich gering. «Trotzdem ist es ärgerlich, wenn der Lift steht und der Zug schon bald abfährt», so der Gemeinderat.

«Exponiert und wenig geschützt»

Als Ursache für die «ärgerlichen Betriebsausfälle» wird angegeben, der Lift stehe sehr exponiert und sei wenig gegen Umwelteinflüsse geschützt.

«Aus der Statistik lässt sich ableiten, dass insbesondere die Wechsel von der warmen auf die kalte Jahreszeit und umgekehrt zu häufigeren Ausfällen führen.»

Die Liftfirma und der Werkhof Baden seien bemüht, einen möglichst störungsfreien Betrieb zu garantieren, wofür jeden Monat jeweils an einem Dienstagmorgen ein umfassender Service durchgeführt werde. Der Umweg den Hang hinauf über die nahegelegene Treppe beträgt zwischen zwei und drei Minuten.