Normalerweise heissen die Gegner des FC Baden im heimischen Stadion Esp Schötz, Münsingen oder Sursee. Am Sonntag, 4. Dezember, bekommt es der Tabellenzweite der Schweizer 1. Liga Classic um 14 Uhr mit einem Gegner ganz anderen Kalibers zu tun: Zu Gast ist für ein Testspiel der kasachische Meister FC Astana.

Der Verein ist jung, wurde 2009 gegründet, hat in seiner kurzen Historie aber schon mehr als einmal für Erstaunen gesorgt. Ein Resultat nur sei genannt, das zeigt, wie stark die Kasachen einzuschätzen sind: In der vergangenen Champions-League-Saison trotzten sie dem späteren Finalisten Atlético Madrid zu Hause ein torloses Unentschieden ab.

Der FC Baden trägt seine Heimspiele im Stadion Esp auf Kunstrasen aus. Baranzini

Der FC Baden trägt seine Heimspiele im Stadion Esp auf Kunstrasen aus. Baranzini

Petar Aleksandrov vermittelte

Warum darf Baden nun gegen diesen Topclub spielen? Präsident Thomi Bräm: «Das Spiel kommt dank Petar Aleksandrov zustande.» Der ehemalige FC-Aarau-Profi spielte Ende der 90er-Jahre während einer Saison im Badener Dress, 2007 bis 2009 war er Co-Trainer im Esp. «Petar hat mich angerufen und die Idee eines Testspiels vorgeschlagen. Er hat Kontakte zu Astana, der Verein bereitet sich nächste Woche in Regensdorf auf das Europa-League-Spiel gegen YB im Stade de Suisse vor. Weil das Spiel in Bern auf Kunstrasen ausgetragen wird, wollen die Kasachen ein Testspiel auf dieser Unterlage durchführen. Wir haben natürlich sofort zugesagt. Gegen einen solchen Verein antreten zu dürfen, ist ein Privileg.»

Petar Aleksandrov steht in regelmässigem Kontakt mit dem Trainerteam des FC Astana: «Wie ich stammen sie alle aus Bulgarien, wir kennen uns von früher und hören uns darum ab und zu am Telefon.» Mit Assistenztrainer Zanko Zwetanov beispielsweise spielte Aleksandrov gemeinsam in der Nationalmannschaft an der Fussball-WM 1994 in den USA. «Weil ich eine Vergangenheit beim FC Baden habe, schlug ich den Astana-Trainern ein Testspiel im Esp vor.» Sein Tipp lautet 2:3 für die Gäste. «Klar sind die Kasachen ein Topteam, aber auch Baden hat hervorragende Spieler.»

Petar Aleksandrov: Kontakt zu Astana. (Archiv)

Petar Aleksandrov: Kontakt zu Astana. (Archiv)

Badens Trainer Thomas Jent sagt schmunzelnd: «Unser Ziel ist es, gegen Astana ein besseres Resultat zu erzielen als danach YB.» Unabhängig vom Resultat werde es eine fantastische Erfahrung für seine Spieler. «Der Match wird jedem zeigen, wo er steht, wie nah oder weit er vom europäischen Top-Niveau entfernt ist. Ich gehe davon aus, dass Astana zumindest in der ersten Halbzeit mit den besten elf Spielern auflaufen wird.»

Für die Partie gegen Astana werden Einheitstickets verkauft, es sind also alle Zuschauer berechtigt, auf der Tribüne Platz zu nehmen. Der Ticketpreis beträgt
10 Franken (auch für Vereinsmitglieder). Für Kinder und Jugendliche bis 16 kostet der Eintritt 5 Franken, bis 6 Jahre ist der Eintritt frei.