Generation 50plus
Warum die Generation 50plus für Unternehmer immer wichtiger wird

An einer Fachtagung in der Trafohalle in Baden erklärten Experten, weshalb sich für Unternehmen der Fokus auf die älteren Kunden lohnt. Denn die Generation der über 50-Jährigen ist vielseitig – und sie wird für Unternehmer immer spannender.

Dean Fuss
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«Best Agers, Generation Gold, Generation 50 plus.» «10vor10»-Moderatorin Daniela Lager brachte es in ihrer Begrüssung zur 7. Fachtagung für KMU gestern in Baden auf den Punkt. Die Generation der über 50-Jährigen ist vielseitig – und sie wird für Unternehmer immer spannender.

Nicht ohne Grund veranstaltete das Zentrum Bildung – Wirtschaftsschule KV Baden die Fachtagung in der Badener Trafohalle dieses Jahr unter dem Motto: «Neue Märkte erschliessen mit der Generation 50plus».

Diese Altersgruppe wird in der heutigen Gesellschaft, wo altern kein Privileg, sondern Standard ist, auch für die Wirtschaft immer wichtiger. «Die Alterung ist in der europäischen Gesellschaft ein Megatrend», liess denn auch Thomas Lütolf, Leiter des Badener Standortmarketings in seinem Grusswort von der Stadt verlauten.

Die vertiefte Auseinandersetzung mit dieser Thematik lohne sich schon alleine aufgrund dieser gesellschaftlichen Entwicklung auf jeden Fall.

Grosses Marktpotenzial

Etwas direkter appellierte Andreas Reidl von der Agentur für Generationenmarketing Nürnberg an die zahlreichen Besucher: «Demographie trifft alle. Auch Sie!» An vielen griffigen Beispielen aus Fernsehwerbungen und vielen eigenen Erfahrungen führte der ausgewiesene Fachmann und Kenner der Schweizer Wirtschaft seinen Zuhörern im Hauptreferat das grosse Marktpotenzial der Generation 50plus vor Augen.

Apropos Augen: Könnte er nochmals ganz von vorne anfangen, würde er sich für den Beruf des Optikers entscheiden, meinte Reidl lächelnd. «Das ist ein Traumberuf. 94 Prozent der Menschen, die älter als 60 Jahre sind, benötigen eine Brille.»

Auf eine Erfolgsformel im Erschliessen des Marktes der Generation 50plus will sich Reidl nicht festlegen: «Die gibt es schlicht nicht. Um diese Altersgruppe anzusprechen sind die verwendeten Themen und klare Konzepte entscheidend.»

Qualität dank praxisnaher Inhalte

«Wir haben absichtlich eine Fachtagung und nicht einfach eine ‹normale› Tagung organisiert», sagt Joseph Sutter, Rektor Weiterbildung Zentrum Bildung – Wirtschaftsschule KV Baden. Durch die Praxisreferate von Vertretern aus der Schweizer Wirtschaft sei die Qualität der Inhalte hochwertig. «Jeder Besucher soll möglichst schnell profitieren – heute mitnehmen, morgen umsetzen.»

Eines dieser Praxisreferate wurde von Stéphane Curchod, Leiter Allfinanz der Aargauischen Kantonalbank (AKB), gehalten. «Die Generation 50plus ist für uns ein sehr interessantes Zielpublikum.» Das Beratungskonzept der AKB sei trotzdem altersunabhängig. Aber: «Wir bieten unseren älteren Kunden spezielle Dienstleistungen an.»

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