Viele Fragen müssten beantwortet werden, so Conrad Munz (FDP), Präsident der Strategiekommission. Darum sei der aufgezeigte Weg der richtige. Die Methodik der langfristigen Planung stimme, eine Testplanung (Studienverfahren) für das Oberstufenzentrum Burghalde sei bei dieser Komplexität sinnvoll, der Kredit folgerichtig. Erich Obrist (SP), Präsident der Finanzkommission, fand es gut, dass für die Schulraumplanung bei der Abteilung Planung und Bau ein Projektleiter eingesetzt wird.

Als Bildungsfachmann stützte Niklaus Stöckli (SP) das Vorgehen. Bei allen Unsicherheiten der Schülerzahlen und des Bildungssystems könne man damit rechnen, dass das zweijährige Kindergartenobligatorium kommen werde und Teil des Volksschulsystems werden. Dieses verlängere sich damit von neun auf elf Jahre, erklärte Stöckli. Mit dem Wechsel auf «6/3» (6 Jahre Primarschule, 3 Jahre Oberstufe) werde auch der Aargau als dannzumal letzter Schweizer Kanton auf das harmonisierte Schulmodell umstellen.

Oberstufe kommt unter ein Dach

Auch die dreigliedrige Oberstufe (Real, Sekundar-, Bezirksschule) wird laut Stöckli, dem Präsidenten des Aargauischen Lehrerverbandes, in ihrer Wirksamkeit je länger, je mehr infrage gestellt. «Es ist darum absolut nötig, die Oberstufe unter einem gemeinsamen Dach zu planen», fügte Stöckli an.

Stefan Häusermann (Grüne) stellte sich ebenfalls hinter den Bericht und mahnte dabei, die Tagesstrukturen in die Planung zu integrieren. Serge Demuth stellte sich Namens der SVP klar hinter die Schulraumplanung und das Vorgehen. Er schickte aber voraus, dass seine Partei die einzelnen Kredite auf Raumbedarf und Bedürfnisse prüfen werde. Er könne den Ausführungen des Bildungsfachmannes Niklaus Stöckli nur beipflichten, sagte Markus Schneider (CVP). Die Oberstufe gehöre unter ein Dach. Wichtig sei zudem, dass die kleinen Kinder den Kindergarten und die Primarschule im Quartier besuchen könnten, fügte Schneider an.

Er sei gerührt von der positiven Aufnahme des Berichts, sagte Vizeammann und Schulvorsteher Geri Müller. Baden sei im Schulbereich Schrittmacher im Kanton, ja sogar national, und dies trotz der akuten Raumnot, die in diversen Quartierschulen herrsche. Mit der Oberstufe unter einem Dach werde man eine Vorreiterrolle übernehmen. Die Tagesstrukturen seien mit eingeschlossen, so Müller. Einstimmig bewilligte der Einwohnerrat die Anträge und den Kredit von 100000 Franken.