An der Kantonsstrasse zwischen Künten und Eggenwil wurde Ende Mai mit der Realisierung des Projekts «Sanierung und Neubau Radweg» sowie «Gehweg Badenerstrasse» begonnen. An drei Stellen gleichzeitig wird gearbeitet und der Verkehr mit Ampelanlagen einspurig geführt. In zwei Jahren soll der Verkehr wieder ohne Einschränkung fliessen können.

Der schlechte Strassenbelag und einige abgesplitterte Spiegel von missglückten Kreuzungsmanövern auf der schmalen Fahrbahn zeigen, wie nötig eine Sanierung auf dem knapp zwei Kilometer langen Abschnitt ist. Im Juni 2012 wurde das Grossprojekt genehmigt, wegen verschiedenen Einsprachen, ausgelöst unter anderem durch die nötige Waldrodung, jedoch stark verzögert.

Durch die geplante Strassenerweiterung von 5.7 auf 6.5 Meter und einem separaten Radweg von 3 Metern Breite wird die Verkehrssicherheit deutlich erhöht. Zudem werden vor beiden Dorfeingängen Eingangspforten eingerichtet, die zur Geschwindigkeitsdrosselung beitragen sollen. Mit der neuen Radweg-Verbindung wird eine Lücke im kantonalen Radwegnetzwerk geschlossen.

Gestartet wurde die erste von vier Bauphasen im Innerortsbereich, weil diese sehr zeitaufwendig ist. Bald schon beginnt der Bau der 850 Meter langen Nagelwand an der bergseitigen Böschung, die um 4 Meter zurückversetzt werden muss. Erst danach kann im so geschaffenen Raum der neue Radweg erstellt werden. In einer dritten Phase werden im talseitigen Wald mit Erdnägeln und -ankern das Bankett gesichert und die Böschung stabilisiert.

In der letzten Phase können dann die beiden Strassenabschnitte vor den zwei Gemeinden bis zu den Eingangspforten saniert werden. Noch ist offen, ob wie geplant bis Ende 2017 der Deckbelag auf der ganzen Länge eingebaut werden kann. Klappt dies nicht, weil der Winter zu früh einbricht, wird dies auf den Frühling 2018 verschoben.

Erschwerter Verkehrsfluss

Täglich passieren 5000 Fahrzeuge, der Busbetrieb miteingeschlossen, die nur einspurig befahrbare Kantonsstrasse. Den Verkehr an den drei Baustellen regeln drei radargesteuerte Ampelanlagen, die ein möglichst verzögerungsfreies Passieren ermöglichen. Man halte die Behinderungen minim, sei aber auch auf eine zeitgerechte Durchführung der Arbeiten angewiesen. Man hoffe auf das Verständnis der Autofahrer, sagte Projektleiter Thomas J. Meile von der Abteilung Tiefbau. «Wir haben eben erst begonnen, sind aber zuversichtlich, rasch vorwärtszukommen», erklärte er weiter.

Auch der Tierwelt bringt die laufende Sanierung Verbesserungen. Für die Amphibien, die bisher in der Laichzeit von freiwilligen Helferinnen und Helfern eingefangen und mit Kübeln über die Strasse befördert wurden, gibt es neu vier unterirdische Durchgänge. Aktuelle Infos zum Baufortschritt finden Sie hier.