Markus Schneider

Markus Schneider

Markus Schneider

Alter: 51. Beruf: Ausgebildeter Turn- und Sportlehrer ETH, Prozessleiter. Zivilstand: Verheiratet, eine Tochter (18) und zwei Söhne (16 und 14).

1. Was können Sie besser als Ihr Kontrahent?

Im Realisieren von öffentlichen, komplexen Projekten habe ich sehr viel Erfahrung. Auch im Umsetzen von politischen Aufträgen des Einwohnerrates bin ich als seriöser, verlässlicher Macher bekannt. Nach 18 Jahren Arbeit im Einwohner- und Stadtrat kenne ich die politischen Prozesse, die Herausforderungen und Handlungsspielräume eines Stadtammanns bestens. In der Privatwirtschaft bin ich für 400 Mitarbeitende mitverantwortlich. Führungs- und Personalentscheide zu treffen, ist mein Berufsalltag.

2. Sie gehören der CVP an. Beten Sie und wann waren Sie letztmals in der Kirche?

Ich bin ein gläubiger Mensch und finde in Gebeten immer wieder Kraft. Letztmals in der Kirche war ich an Weihnachten.

3. Ihr bisher grösster Erfolg und Ihre bisher grösste Niederlage?

Ich freute ich mich riesig, als ich 2013 bestgewählter Stadtrat war und zusätzlich als Vizeammann gewählt wurde. Ebenso waren die überwältigenden Zustimmungen bei den Volksabstimmungen zu den Baukrediten Alte Schmiede und Kurtheater sowie zum Projektierungskredit Sekundarstufenzentrum Burghalde ein Highlight. Eine schmerzliche Niederlage musste ich letzten Herbst einstecken, als der Einwohnerrat den gemeindeübergreifenden Baukredit für den Mättelisteg ablehnte.

4. Wer ist Ihr politisches Vorbild?

Dies ist eindeutig Sepp Bürge! Er beeindruckte und prägte mich schon, als er mein Primarlehrer war. Als Stadtammann von Baden lebte er während über 20 Jahren vor, wie wichtig und nachhaltig Weitsicht, unternehmerisches Handeln und Zusammenarbeit sind. Auch überzeugte er mich mit seiner Führungsqualität in der Verwaltung.

5. Sind Sie für oder gegen eine Fusion mit umliegenden Gemeinden?

Zuerst gilt es, das Vertrauen der umliegenden Gemeinden in Baden wieder herzustellen. Dann soll weiterhin die Zusammenarbeit intensiviert werden. Wenn eine Fusion für beide Seiten gewinnbringender und sinnvoller als eine Zusammenarbeit ist, würde ich mich als Stadtammann mit Überzeugung dafür einsetzen.

6. Baden muss sparen. Wo soll ganz konkret gespart werden?

Bei der Struktur und den Abläufen in der Stadtverwaltung liegt ein noch nicht genutztes Sparpotenzial. Die teils komplizierten Prozesse müssen dringend vereinfacht und Doppelspurigkeiten eliminiert werden. Eine kundenorientierte, schlanke und effiziente Verwaltung muss das Ziel sein. Die Investitionen müssen bezüglich Kosten-Nutzen-Verhältnis, Unterhaltskosten und Bau-Optimierungen gründlich überprüft werden. Es muss zwingend ein Mehrwert für die Stadt Baden und ihre Bevölkerung erreicht werden.

7. Was würden Sie anders machen als der amtierende Stadtammann?

Ein Stadtammann darf nicht ideologisch führen. Ich führe mein Ressort Planung und Bau mit Engagement, Dossiersicherheit und Konsensfähigkeit. Genauso würde ich als Stadtammann die Stadt und die Verwaltung führen.

8. Wieso glauben Sie, können gerade Sie die Blockadesituation im Stadtrat wieder lösen?

Nach Gerigate führte ich als Vizeammann temporär die Stadt Baden. Auch in dieser extremen Zeit erhielt ich die volle Unterstützung des Stadtrates. Vertrauen in mich und meine Arbeit geniesse ich auch von der Bevölkerung, der Verwaltung und den politischen Gremien. Und in laufenden Projekten erlebe ich seitens der Unternehmen und Investoren einen sehr respektvollen Umgang.
Mit dieser Basis bin ich mir sicher, dass ich im Januar 2018 «spannungsfrei» und zukunftsgerichtet starten könnte.

9. Wieso sind Sie der bürgerliche Kandidat, der in der Endausmarchung gegen Geri Müller und Erich Obrist die besseren Chancen hat?

Ich betreibe seit 1999 klare bürgerliche Politik, habe aber ein gutes Gespür für die Anliegen der linken Parteien. Gerade als Bauvorsteher weiss ich, wie wohlüberlegt jegliche Ausgaben der Stadt zu tätigen sind. Dies ist fundamental wichtig für uns bürgerliche Parteien. Zudem beweisen meine Top-Resultate bei den letzten Gesamterneuerungswahlen als Stadtrat und Vizeammann meine breite Abstützung in der Bevölkerung.

10. 30. März, Nominationsversammlung: Sie haben einen Schlusssatz, mit dem Sie die Parteibasis für Ihre Nomination überzeugen können.

Für den dringend notwendigen «Neustart» der Stadt Baden bringe ich einen reich gefüllten Rucksack mit politischer Erfahrung, Führungsqualität, Projektkenntnissen und eine breite Wählerbasis mit. Ich müsste mir als Stadtammann nicht zuerst Dossierkenntnisse und die Grundlagen der städtischen Verwaltung aneignen, sondern könnte vom ersten Tag an die Führungsaufgaben ausüben und den Neustart anpacken.

Bernhard Schmid

Bernhard Schmid

Bernhard Schmid

Alter: 41. Beruf: Kommunikationsberater (Inhaber und Geschäftsführer cometris AG, Zürich). Zivilstand: Verheiratet, zwei Buben (8 und 6).

1. Was können Sie besser als Ihr Kontrahent?

Ich rede hier über mich, nicht über andere. Ich habe mit meinem 10-Punkte-Programm gezeigt, dass ich weiss, wohin ich die Stadt bringen will. Man spricht mir zu, dass ich die Fähigkeit zur Umsetzung mitbringe. Ich habe bei verschiedenen Tätigkeiten – beruflich, im Militär und in der Freizeit – gelernt, unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Umfeldern zu führen und zu begleiten. Kommunizieren und Vertrauen zu schaffen, sind mein Alltag. Und ich gehe mit Freude auf meine Mitmenschen zu.

2. Sie gehören der CVP an. Beten Sie und wann waren Sie letztmals in der Kirche?

Die CVP ist eine Partei und keine Konfession. In der Politik zählen für mich die Inhalte der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, und nicht, ob jemand jüdisch, buddhistisch oder Atheist sein will. Ich bin reformiert und ja, es kommt vor, dass ich bete. Aber nicht als Ritual, sondern wenn mir danach ist. Das letzte Mal in der Kirche war ich vor Weihnachten.

3. Ihr bisher grösster Erfolg und Ihre bisher grösste Niederlage?

Beruflich ist mein bisher grösster Erfolg sicherlich, dass der vormalige Eigentümer meiner Firma mir das Vertrauen gab, sein Lebenswerk weiterzuführen. Mein grösster Misserfolg war wohl, dass ich damals als junger Vereinspräsident nicht energischer eingriff, als vor 12 Jahren die Geschäftsleitung des Nordportals in den ersten Monaten nach der Eröffnung keine Zahlen lieferte und der Betrieb in der Folge Konkurs ging. Dies, nachdem wir zuvor die «Halle 36» saniert und einen neuen Betrieb ermöglicht hatten.

4. Wer ist Ihr politisches Vorbild?

Ich bewundere rhetorisch brillante Charismatiker wie Winston Churchill oder Barack Obama, auch wenn ich bei Obama mit vielem inhaltlich nicht einverstanden war. Und ich bewundere starke, mutige Frauen, die in der Politik oder auch in Wirtschaft und Gesellschaft Spuren hinterlassen haben. Lokal kann ich sagen, dass Frau Gemeindeammann Susanne Voser meinen Respekt hat dafür, wie sie die Herausforderungen in Neuenhof angegangen ist. Oder auch Edith Saner, seit vielen Jahren an der Spitze von Birmenstorf.

5. Sind Sie für oder gegen eine Fusion mit umliegenden Gemeinden?

Wie ich bereits in meinem 10-Punkte-Papier ausgeführt habe, steht der Nutzen für die Menschen im Zentrum und nicht die Strukturen. Insbesondere, weil Synergien und Einsparungen bei Fusionen häufig nicht im erwarteten Mass eintreten. Die Strukturen einer Fusion können später folgen, wenn es sinnvoll ist. Aber: Als Bezirkshauptstadt ist das Denken und Handeln über die Stadtgrenzen hinaus zentral, Baden muss für die Region wieder die Führungsrolle wahrnehmen können.

6. Baden muss sparen. Wo soll ganz konkret gespart werden?

Wir müssen die grossen Kostenblöcke im Auge behalten. Es darf nicht sein, dass Investitionen plötzlich ein Drittel mehr kosten, als sie im Wettbewerb verabschiedet wurden. Wir müssen auch mal auf etwas verzichten können und den Mut haben, auf frühere Entscheide zurückzukommen. Die Verwaltung hat zudem eine Grösse, wo eine Plafonierung und wohl auch einzelne Reduktionen angezeigt sind. Und wir können bei externen Gutachten sparen, weil in der Stadt durchaus qualifizierte Fachkräfte arbeiten.

7. Was würden Sie anders machen als der amtierende Stadtammann?

Ich komme auf den vorherigen Punkt zurück. Ich entscheide, und ich will, dass auch die Mitarbeitenden entscheiden und dafür geradestehen. Das ist eine Frage der Führung. Ausserdem weiss ich, dass ein Gremium nach aussen nur dann stark und glaubwürdig ist, wenn die Mitglieder untereinander einen offenen Umgang pflegen und sich gegenseitig helfen. Und der Dialog mit den Unternehmen muss gestärkt werden. Das sind drei wichtige Punkte, aber nicht die einzigen.

8. Wieso glauben Sie, können gerade Sie die Blockadesituation im Stadtrat wieder lösen?

Ich war nicht Teil des Stadtrats, als er sich vor zweieinhalb Jahren zerstritt, und ich bin unbelastet von Geschichten aus vergangenen Wahlen. Ich habe zu allen Stadträtinnen und Stadträten ein gutes Verhältnis. Hinzu kommt, dass man mir wertvolle kommunikative Fähigkeiten und eine gute Portion Empathie zuschreibt. Und als langjähriger Zunftmeister der Spanischbrödlizunft weiss ich auch, dass Humor Wunder wirkt! Sie arbeiten auch lieber, wenn Sie zwischendurch einmal lachen können.

9. Wieso sind Sie der bürgerliche Kandidat, der in der Endausmarchung gegen Geri Müller und Erich Obrist die besseren Chancen hat?

Vorab sollten die obigen Punkte bereits Antworten liefern. Aber: Bei der Stadtammannwahl geht es nicht in erster Linie um Parteien. Es geht um Persönlichkeiten. Ich weiss, dass ich Stimmen aus allen Lagern holen kann. Aus diesem Grund bin ich nicht einfach der bürgerliche Kandidat. Ich bin der Kandidat aller, die Baden nach vorne bringen wollen.

10. 30. März, Nominationsversammlung: Sie haben einen Schlusssatz, mit dem Sie die Parteibasis für Ihre Nomination überzeugen können.

Ich habe Visionen für unsere Stadt, ich habe Pläne zur konkreten Umsetzung und ich habe die Fähigkeiten, diesen zum Durchbruch zu verhelfen, damit Sie und ich morgen mit Freude sagen: Ich bin Badener.