In den Kriegsjahren 1914–1918 war die Frontseite des Badener Tagblatts meistens von Nachrichten über die laufenden Kampfhandlungen bestimmt.

Am 26. Februar 1918 war auf der Frontseite eine Karte vom deutschen Vormarsch in Estland und ein Bild von Schweizer Offizieren, die an der Westfront zu Besuch waren. Unter der Schlagzeile «Kapituliert!» schrieb der BT-Korrespondent aus Petersburg von der Annahme der deutschen Friedensbedingungen durch den «Zentralvollzugsausschuss der Sovjets».

Auch unsere Region war, wenn auch nur am Rande, von den Kriegshandlungen betroffen. Unter der Rubrik «Aargau» – damals gab es noch keine eigentlichen Ressorts, das BT bestand aus gerade einmal drei Seiten, plus eine Seite Inserate – heisst es: «Entwichene Kriegsgefangene: Von den 200 bei den Lonzawerken in Waldshut beschäftigten ukrainischen Kriegsgefangenen ergriffen zwei die Flucht über den Rhein, wobei sie von den deutschen Wachtposten beschossen wurden. Der eine der Flüchtlinge ertrank nahe dem Schweizerufer bei Koblenz, während der andere das Ufer erreichte.» Was mit dem Flüchtenden in der Folge geschah, erfährt der Leser nicht.

In Baden ging es wesentlich beschaulicher zu als im Grenzgebiet am Rhein. Unter der Rubrik «Lokales» vermeldete das BT: «Die Untersuchungen der Bierausschankvorrichtungen im Jahre 1917 und die Brotkontrolle vom Februar 1918 gaben zu keinen Beanstandungen Anlass.»