Ennetbaden
Wasserreservoir in schlechtem Zustand – für 2,2 Millionen soll jetzt ein neues und grösseres her

Ennetbaden braucht einen grösseren Wasserspeicher. Die Gemeindeversammlung entscheidet über ein Neubauprojekt am Geissberg.

Philipp Zimmermann
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Die Visualisierung zeigt den Eingang des Reservoirs.

Die Visualisierung zeigt den Eingang des Reservoirs.

zvg

79 Jahre alt ist das Wasserreservoir Geissberg schon. Nun steht die Gemeinde Ennetbaden deshalb vor einer grossen Investition. Die nächste Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 12. November, wird über den Kredit von 2,16 Millionen Franken für den Bau eines neuen Reservoirs befinden.

Im Kredit inbegriffen sind Leitungsarbeiten und der Rückbau des jetzigen Reservoirs. «Es ist in einem schlechten Zustand und am Ende seiner Lebensdauer», sagt Gemeindeammann Pius Graf. Zudem reicht der Wasserspeicher nicht mehr für die heutigen Bedürfnisse von Ennetbaden, das 3510 Einwohner zählt. Bei der Inbetriebnahme im Jahr 1931 lebten noch 2220 Einwohner in der Gemeinde am Limmatknie.

Der Neubau wird, bei zwei gleich grossen Kammern, 500 Kubikmeter aufweisen. Das alte hat ein Speichervolumen von 300 Kubikmetern. Aufgrund der Druckverhältnisse war klar, dass das neue Reservoir auf gleicher Höhe wie das alte liegen muss, etwas weiter westlich oder östlich. «Wir haben acht Standorte evaluiert», sagt Pius Graf.

Drei Standorte kamen in die engere Wahl. Andere mussten wegen ihrer Lage in Schutzzonen (Trockenwiese von nationaler Bedeutung) verworfen werden. Der Gemeinderat entschied sich für jenen Standort, bei dem die zwei benötigten Parzellen im Eigentum der Gemeinde sind. «Ein Kauf anderer Parzellen wäre schwierig geworden», sagt Pius Graf.

Gemeinde vermeidet möglichen Rechtsstreit

Die Gemeinde vermeidet so eine allfällige Enteignung von Landeigentümern, die erst noch zu einem Rechtsstreit mit entsprechenden Kosten hätte führen können. Zum gewählten Standort gaben die kantonalen Fachstellen grünes Licht. Das neue Reservoir, dessen Fläche 2,9 auf 6,6 Meter betragen wird, soll gut in die Landschaft eingebettet werden. Das Reservoir wird überdeckt. «Man wird nur den Eingangsbereich sehen», sagt Pius Graf.

Der Eingangsbereich soll mit vorgelagerten Trockensteinmauern aufgewertet werden. Das alte Reservoir wird bis auf 1,5 Meter unter Terrain abgebrochen, sobald das neue in Betrieb genommen worden ist. Das ursprüngliche Terrain wird wiederhergestellt und ökologisch aufgewertet.

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