Baden
Website erleichtert Jugendlichen die Suche nach passenden Ferienjobs

Die regionale Fachstelle Jugendarbeit steigt bei einer Vermittlungsplattform für Ferienjobs ein. «jobs4teens.ch» soll Anbieter und Jugendliche zusammen bringen und faire Bedingungen bieten.

Luca Belci
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Jugendliche sollen bei Ferienjobs auch den Umgang mit Geld lernen. (Archiv)

Jugendliche sollen bei Ferienjobs auch den Umgang mit Geld lernen. (Archiv)

Jiri Reiner

«Es gibt zu wenige passende Jobangebote für Jugendliche», sagt Sandra Perego, die Leiterin der Fachstelle Jugendarbeit Region Baden. Hier will sie nun Abhilfe schaffen: Gemeinsam mit Pro Juventute Aargau und zwölf Jugendarbeitsstellen der Region ist sie seit dieser Woche Teil der Plattform «jobs4teens.ch». Die 2013 gegründete Website bietet spezielle Jobangebote für Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren.

Bestehende Infrastruktur nutzen

Bereits in der Vergangenheit erhielten die Jugendarbeitsstellen Anfragen von Jugendlichen und Firmen, wobei sich die Vermittlung von Ferienjobs als schwierig herausstellte. «Deshalb haben wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Plattform gemacht», erklärt Perego. «jobs4teens.ch» biete sehr viele Funktionen und eine ausgereifte Infrastruktur, zudem laufe die Website im Kanton Bern bereits seit zwei Jahren erfolgreich.

Die Onlineplattform bietet Stellen für Jugendliche ab dem gesetzlichen Mindestalter von 13 Jahren an. Dabei sollen die Angebote von klassischen Ferienjobs in Unternehmen über wöchentliche Angebote wie Zeitungsverteilen bis zu einfachen Hilfsarbeiten für Private reichen. «Zudem könnten die Jugendlichen in Kursen älteren Menschen beispielsweise die Bedienung von Handys und Computern erklären. So könnten auch verschiedene Generationen zusammengebracht werden», erklärt Lilo Veraguth, Geschäftsstellenleiterin der Pro Juventute Aargau.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Job-Vermittlungsplattformen bietet die Jugendarbeit in den Gemeinden den Jugendlichen nach ihrer Registrierung die Möglichkeit zu einem Gespräch. Damit sollen sie eine passende Stelle finden können. Zudem müssten sie nach dem Einsatz ein Feedback abgeben.

«Die jungen Arbeitnehmer erhalten alle einen ähnlichen Lohn, welcher von der Art des Einsatzes und ihrem Alter abhängt», erklärt Veraguth. Ein weiteres Ziel der Plattform sei zudem, sowohl die Jugendlichen als auch die Arbeitgeber über die besonderen Beschränkungen aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz aufzuklären. So dürfen sie zwischen 14 und 17 Jahren während den Ferien höchstens acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche arbeiten und maximal während der Hälfte ihrer Ferienzeit.

Umgang mit Geld lernen

Von ihrem Lohn müssen die Jugendliche zehn Prozent Vermittlungsgebühr an die Betreiber von «jobs4teens.ch» abgeben. «So lernen sie, dass zum Lohn immer auch Abgaben und Steuern gehören», sagt Veraguth. «Durch ihre ersten Arbeitserfahrungen erfahren sie zudem, wie viel Konsumwünsche wirklich kosten und wie viel Arbeit erforderlich ist, um sie zu bezahlen.»

Weitere Informationen finden Sie auf www.jobs4teens.ch