Seit knapp ein Jahr stehen die vier Läden in der Cordulapassage in Baden offen – bereits kommt es zu einem Mieterwechsel: Anstelle des «Mlinar Caffe», ein Bäckerei-Franchise-Konzept aus Kroatien, ist nun die Konditorei und das Kaffeehaus «Ice Store» vor Ort. Betreiberin ist Gabriella Arzensek, «eine erfahrene Patisseurin», wie die Stadt Baden mitteilt. Im «Ice Store» werden neben diversen Kaffees auch hausgemachte Kuchen, Torten, Eisspezialitäten, Gebäck und Mittagsmenüs angeboten. Am Wochenende feierte der neue Laden Eröffnung.

«Zum Wechsel kommt es, weil ‹Mlinar Caffe› beschlossen hat, die Geschäftstätigkeit in Baden aufzugeben. Die Zahlen haben für den Betreiber nicht mehr gestimmt», sagt Philippe Ramseier (FDP), Ressortvorsteher Immobilien und Infrastruktur. Bei der Auswahl des Nachmieters vermochte «Ice Store» durch seien Business-Plan zu punkten und auch dadurch, dass die Betreiberin sehr proaktiv und engagiert sei. «Zudem passt das Geschäft zum Laden-Mix in und um die Passage.»

Dass sich nach nur knapp einem Jahr ein Mieter zurückzieht, führt unweigerlich zur Frage, ob die Cordulapassage doch nicht so attraktiv ist, wie sich das die Stadt Baden vorgestellt hat? Schliesslich kündigte sie im letzten Jahr an, dass die Läden den Ort beleben und für frischen Wind sorgen sollen. «Erst nach einer gewissen Anlaufzeit wissen wir, wie die Passantenströme in der Cordulapassage funktionieren», erklärt Ramseier und fügt an: «Nun gibt es erste Referenzwerte und wir können bei nie auszuschliessenden Wechseln Justierungsmassnahmen treffen.»

So lege man künftig vermehrt Wert darauf, Mieter auszuwählen, die ihr Geschäftsmodell leben. Eine hundertprozentige Garantie, dass ein Geschäftsmodell funktioniert, gebe es leider nicht. «Die Cordulapassage ist ein Ort, der erst allmählich zu einem Aufenthaltsort wird.» Noch sei sie kein Selbstläufer, gibt Ramseier zu.

Um mehr Menschen anzulocken, werden nun jeweils am Samstag vier Marktfahrende ihre Stände in der Cordulapassage mit Olivenöl, Gemüse, Südfrüchten und Nüssen sowie Trockenfrüchte präsentieren. «Damit möchten wir die Passage an den beliebten Frische-Markt von Schlossbergplatz und Weite Gasse anbinden», so Ramseier.

Sushi am Schlossbergplatz

Apropos Schlossbergplatz: Auch hier kommt es zu einer Veränderung. Ab Herbst wird es zwischen der Burger-Bar Manito und dem im Sommer neu eröffnenden McDonalds japanische Gerichte von Cai Yirong geben. «Er ist erfahrener Sushi-Koch und wird nun sein eigenes Geschäft mit seinen bereits weit bekannten Sushi-Spezialitäten eröffnen.» Laut Stadt ergänze die Ansiedlung des «kleinen, feinen, hochwertigen Spezialitätenrestaurants» das bestehende Gastroangebot in der Stadt optimal.

Zudem ist geplant, die Aussenflächen um den Brunnen mit einer öffentlichen Möblierung auszustatten. «Damit soll ein toller Treffpunkt ab Sommer 2020 für Jung und Alt entstehen», blickt Ramseier in die Zukunft.