Noch immer ist die A1 zwischen Neuenhof und dem Baregg-Tunnel in Richtung Zürich auf einer Spur gesperrt. Inzwischen hat sich die Wartezeit jedoch auf 15 Minuten verkürzt. Die meisten Pedler des Morgenverkehrs dürften inzwischen ihr Ziel erreicht haben.

Auch auf den Umfahrungsrouten läuft der Verkehr inzwischen wieder flüssiger: Auf der alten Zürich-Bern Route via Mutschellen, Wohlen, Lenzburg, Hunzenschwil standen die PWs und Lastwagen ebenfalls Stossstange an Stossstange, was besonders auch die Wohler im Dorf zu spüren bekamen.

Pendler stellten sich auf die Situation ein

Ein az-Redaktor benötigte von Zürich bis zur Redaktion in Baden eine Stunde. Er bilanziert: «Es wurde viel weniger als sonst die Spur gewechselt um schneller vorwärtszukommen. Das ist erstaunlich, ich glaube, die Leute stellen sich darauf ein, dass es länger geht und fahren vernünftiger als sonst.»

Zur Gelassenheit beigetragen hätten wohl auch die Radioinformationen. Er selbst hatte keinen dringenden Termin. «Ich denke jeweils an jene, die direkt vom Unfall betroffen sind. Das sind ganz andere Sorgen.»

Zwei Stunden Verspätung

Anders eine Redaktorin aus Dottikon: Ihr Termin im Zurzibiet musste ein Kollege übernehmen. Für die Strecke Dottikon–Mellingen benötigte sie eineinhalb Stunden. Dort musste sie ihr Auto stehen lassen und den Bus nehmen, da dem älteren Fahrzeug das ständige Stop-and-Go nicht gut bekommen war und nicht mehr ansprang.

«Der Bus kam zwar mit mehr als einer halben Stunde Verspätung, aber er war nicht besonders voll», so die Redaktorin. Der Bus sei anschliessend relativ gut vorwärtsgekommen. Kurz nach 10 Uhr traf sie schliesslich mit zwei Stunden Verspätung auf der Redaktion Baden ein.