Spreitenbach
Wegen Baustopp: Karin Bertschis drittes Recycling-Paradies verzögert sich

Drucken
Teilen
Karin Bertschi

Karin Bertschi

zvg

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die SVP-Grossrätin und selbst ernannte Müll-Prinzessin Karin Bertschi im Dezember in Muri im Freiamt den vierten Recyclinghof eröffnen will; nach Reinach, Hunzenschwil und Spreitenbach. «Ursprünglich war vorgesehen, dass wir zuerst Spreitenbach eröffnen und dann einige Monate später Muri», hatte Bertschi, Geschäftsführerin der Recycling-Paradies AG, letzte Woche verlauten lassen.

Jetzt ist klar, weshalb der Recyclinghof im Freiamt vor Spreitenbach in Betrieb genommen werden soll. Das Projekt in Spreitenbach ist offenbar ins Stocken geraten. Wie der «SonntagsBlick» in der gestrigen Ausgabe schreibt, ist Bertschi mit ihrem Recyclinghof in Spreitenbach gestoppt worden.

Karin Bertschi
14 Bilder
Bertschi und Sigi Ladenbauer haben im Stadthaus Baden zivil geheiratet.
Die Recycling-Unternehmerin will in Spreitenbach zwei Hallen für ein neues Recycling-Paradies.
Bertschi leitet das «Recycling-Paradies» mit den beiden bisherigen Standorten in Hunzenschwil und Reinach AG – und dies offenbar erfolgreich.
Karin Bertschi erzielte bei den Aargauer Grossratswahlen im Oktober 2016 im Bezirk Kulm das beste Wahlergebnis und zog für die SVP in den Grossen Rat ein.
Vor den Wahlen bezeichnete sie sich selbst als «politisches Greenhorn».
Karin Bertschi erzählte: «Die Idee für eine Kandidatur hatte meine kleine Schwester Olivia – im Beisein von Toni Brunner.»
Ihr Wahlkampf bestand vor allem aus dem Besuch verschiedener Podien...
...und grossen Wahlplakaten.
Karin Bertschi steht als Militärangehörige auch für die Schweizer Armee im Einsatz. (Archivbild von 2013)
Sie leistet ihren Dienst bei der Luftwaffe in Dübendorf, wo sie mithilft, dass die Übermittlungs- und Radarsysteme funktionieren. (Archivbild 2013)
Bertschi absolvierte als Pilotenanwärterin die Sommer-Rekrutenschule 2009 bei den Fliegertruppen in Dübendorf, gab aus gesundheitlichen Gründen ihren Traum als Militärpilotin nach der Unteroffiziersschule jedoch auf. (Archivbild 2013)
Nach den Grossratswahlen musste Karin Bertschi zu einem klärenden Gespräch mit der SVP-Leitung antraben. Denn für Gesprächsstoff sorgte, dass ihr Freund Siegfried Ladenbauer (43) in Wettingen ein Haus baut und dass sie womöglich zu ihm zieht – und dass sie das womöglich schon vor den Wahlen im Auge hatte.
Ein Bertschi-Foto von ihrer Facebook-Seite.

Karin Bertschi

ZVG

Der Bau laufe nicht ganz so glatt wie erhofft, heisst es. Spreitenbach habe im Juni einen Baustopp angeordnet, wird Gemeindepräsident Valentin Schmid zitiert. Als Grund wird eine Änderung zum bewilligten Baugesuch angeführt: Im Gesuch war die Gebäudehöhe offenbar um einen Meter zu tief angegeben. Dem Bauherrn sei bei der Aufnahme der Höhenangabe ein Fehler unterlaufen, so die Erklärung von Karin Bertschi. Das Gesuch musste deshalb nochmals aufgelegt werden. In der Zwischenzeit konnte die Situation offenbar geklärt werden. Nach mehrmonatiger Zwangspause sei die Baufreigabe nun erteilt, heisst es.

Bei der Eingabe des Baugesuchs hatte Bertschi gehofft, die zwei grossen Hallen im Herbst 2018 in Betrieb nehmen zu können. Geplant war eine Gesamtinvestition von 6,5 Millionen Franken.

Karin Bertschi und die Mitbesitzer der Firma, ihre drei Geschwister, planen, in Spreitenbach rund 14 Arbeitsplätze (meist Teilzeitstellen) zu schaffen. (str/az)

Aktuelle Nachrichten