Sanierung
Wegen Fehler: Baldeggstrasse droht abzurutschen

Ab nächster Woche sind an der Baldeggstrasse wieder Lichtsignale angebracht. Nachdem die Baustelle vor etwas mehr als einem Jahr erst geräumt wurde, muss die Strasse zwischen Baldeggstrasse 21 und Sonnhalde erneut saniert werden.

Anna Wanner
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Baldeggstrasse

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azNetz

Ein kaum bemerkbarer Schaden am Strassenrand bereitet dem Tiefbauamt der Stadt Baden Sorgen: Ein 2 Zentimeter breiter Spalt hat sich zwischen Strasse und Randstein gebildet. Was für Laien harmlos aussieht, erkannten die Fachleute als mögliche Gefahr für den Verkehr, die umgehend gebannt werden muss.

Der Randstein besteht aus Winkelelementen, welche die Strasse auf der Seite zum Hang hin sichern. Eine Untersuchung des Tiefbauamts ergab, dass diese stabilisierenden Elemente unter der Erde gebrochen sind. Im Moment hält die innere Armierung die Winkelelemente aus Beton zusammen und damit den Belastungen des Verkehrs noch Stand.

Ursache des Schadens ist der Schwerverkehr: «Grosse Fahrzeuge wie Lastwagen oder Busse, die auf der nur 5 Meter breiten Strasse aneinander vorbeifahren, haben durch Anstossen an den Randstein die Winkelelemente gebrochen», sagt Daniel Rüttimann vom Tiefbauamt. Als Projektleiter weiss er über die Probleme der Sanierung der Strasse Bescheid.

Fehler beim Ingenieurbüro

Es besteht im Moment die Gefahr, dass bei einem erneuten Anstoss eines Lastwagens oder Busses an den Randstein die Strasse abrutscht. Die Sanierung ist deshalb dringend notwendig. Der Fehler entstand bereits bei der Planung vor eineinhalb Jahren, weiss Rüttimann.

Das zuständige Ingenieursbüro habe bei der Sanierung einen Projektierungsfehler begangen. Es habe den Schwerverkehr nicht richtig in die Berechnungen einbezogen. Als Konsequenz sind die Winkelelemente zu dünn ausgefallen. Dieser Fehler soll nun mit Stahlträgern behoben werden, die im Boden einbetoniert werden und die Winkelelemente seitlich stützen.

Lichtsignal bis Weihnachten

Immerhin: Weil es sich um einen Fehler des Ingenieurbüros handelt, ist es ein Haftpflichtfall. «Die Kosten von rund 50000 Franken für die erneute Sanierung muss nicht die Stadt Baden bezahlen», sagt Martin Koch, Abteilungsleiter Tiefbau Baden.

Er bedauert, dass der Verkehr für 3 Wochen durch ein Lichtsignal gelenkt werden muss. Doch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer geht vor. Rüttimann ist zuversichtlich, dass die Sanierungsarbeiten bis Weihnachten fertig sind: «Das Bohren der Löcher und Einsetzen der Stahlträger ist nicht witterungsabhängig.»

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