Baden

Wegen Fusion: Informatikfirma entlässt einen Drittel ihrer Mitarbeiter

Der Standort der Informatikfirma im Badener Bädergebiet.

Der Standort der Informatikfirma im Badener Bädergebiet.

Bei der Informatikfirma D + H GmbH im Badener Bädergebiet kommt es zu einem massiven Stellenbau: 27 der insgesamt 76 Stellen sollen gestrichen werden, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit bestätigt.

Die ausgesprochenen Kündigungen sind die Folge einer kürzlich erfolgten Fusion. So haben sich das Unternehmen mit Hauptsitz im kanadischen Toronto und der britische Softwarehersteller Misys im Juni unter dem Namen Finastra zusammengeschlossen. Damit bilden sie die weltweit drittgrösste Firma im Bereich Finanztechnologie, wie auf der Website der D + H GmbH steht.

«Bei jedem Zusammenschluss von Unternehmen gibt es sich überschneidende Bereiche», schreibt die Medienstelle des Unternehmens auf Anfrage. Über verschiedene Abteilungen hinweg sei man auf redundante Bereiche gestossen, was zu betriebsbedingten Kündigungen führen könne, sowohl im Badener Büro, als auch an anderen Standorten.

«Die betroffene Mitarbeiter befinden sich gegenwärtig in einer Beratungsphase.» Die Entscheidung zu dieser Massnahme habe die Firma nicht leichtfertig getroffen, heisst es weiter. «Wir sind fest entschlossen, allen ausscheidenden Mitarbeitern in dieser schweren Zeit unterstützend zur Seite zu stehen.» Zur Zukunft der Badener Filiale schreibt die Medienstelle: «Das Büro bleibt Teil von Finastra und wird auch in Zukunft eine wesentliche Rolle bei unserem operativen Geschäft übernehmen, inklusive der Betreuung unserer Kunden durch professionelle Teams.»

Zu den Kunden von Finastra gehören rund 8000 Banken und Finanzinstitute in über 70 Ländern. In der Schweiz führt die Firma neben der Geschäftsstelle in Baden noch eine in Genf.

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