Vereiste Trottoirs, Radwege und Brücken: Die Fussgänger, Velofahrer und Autolenker mussten am Freitagmorgen Vorsicht walten lassen. Insbesondere auf der Siggenthaler Brücke. Da sie am Morgen vereist war, liess die Stadtpolizei die Brücke um 6.30 Uhr sperren.

«Das Glatteis war wegen der Neigung der Brücke insbesondere für den Schwerverkehr eine Herausforderung», sagt Polizeichef Martin Brönnimann. Der Werkhof salzte die Brücke, sodass die Polizei vor 7 Uhr die Verbindung zwischen Nussbaumen und Baden wieder freigeben konnte.

Fussgänger müssen bei Glatteis besonders vorsichtig sein: Nicht alle Wege werden sofort gesalzen – wie dieser hier vor dem Gebäude der Berufsbildung Baden.

Fussgänger müssen bei Glatteis besonders vorsichtig sein: Nicht alle Wege werden sofort gesalzen – wie dieser hier vor dem Gebäude der Berufsbildung Baden.

Das Glatteis führte auch zu Verspätungen im öffentlichen Verkehr. So mussten die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) wegen der gesperrten Siggenthaler Brücke die Linie 6 von Untersiggenthal via Bahnhof Baden nach Rütihof über Ennetbaden umleiten.

Die Busse auf der Linie 1 von Gebenstorf nach Würenlos waren zum Teil mit einem Rückstand von 15 Minuten unterwegs. Der Grund: Die Busse konnten wegen dem Glatteis bei der Bushaltestelle Cherne in Gebenstorf nur mit Mühe wenden.

«Bis 9 Uhr hat sich die Situation aber wieder eingependelt», sagt Mediensprecherin Marija Nikolova. Man sei für solche Situationen gewappnet. «Bei Glatteis stehen wir ständig mit den Werkhöfen der Gemeinden in Kontakt.»

Gäbe es eisige Flächen, würden die Chauffeure eine Meldung an die Werkhöfe machen. Diese wiederum würden an den betroffenen Stellen salzen.

Trotz Glatteis: Die Kantonspolizei Aargau spricht von einem «unauffälligen Morgen mit wenigen Unfällen». «Teilweise lag blankes Eis», sagt Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau. Aber nicht auf Hauptstrassen und Autobahnen, sondern vor allem auf Radwegen und Nebenstrassen sowie Strassen, die nicht gesalzen würden.

So waren es denn ausschliesslich Fussgänger, die auf den eisigen Strassen verunfallten und sich im Kantonsspital Baden behandeln lassen mussten: Vier Patienten wurden wegen Knochenbrüchen eingeliefert.

«Glücklicherweise registrierten wir nicht mehr Patienten», sagt Mediensprecher Marco Bellafiore. «Es gab schon schlimmere Tage bei Eisglätte.»