Killer-Bakterium
Wegen Killer-Bakterium: Aargauer Gemüseproduzent verliert viel Geld

Aus Angst vor dem EHEC-Bakterium wollen viele Schweizer derzeit keine Gurken und Tomaten mehr essen. Für die Produzenten ist das ein Problem: Das gelagerte Gemüse wird unverkäuflich, ein teurer Totalausfall droht.

Merken
Drucken
Teilen

Rund 10'000 Gurken befinden sich derzeit noch im Lager des Gemüseproduzenten Paul Meier in Rütihof bei Baden. Bis am kommenden Montag müssen diese verkauft sein - sonst werden sie unverkäuflich und müssen kompostiert werden. Es droht ein Totalausfall. «Das tut sehr weh, denn es steckt viel Arbeit dahinter», sagt Meier gegenüber Tele M1.

Und während bei Meier die Hoffnung schwindet, die Gurken trotz allem noch absetzen zu können, wächst in seinem Gewächshaus schon das nächste Problem: Tomaten. 30 Tonnen werden bis am Wochenende reif und müssen geerntet werden.

Keiner will mehr Tomaten essen

Weil die Norddeutschen Gesundheitsämter aber generell von Rohkost gewarnt haben, will auch kaum mehr jemand Tomaten essen. Für Paul Meier ist diese Entwicklung katastrophal. Er sagt aber: «So lange die Tomaten verkaufsfähig sind, behalten wird sie. Wir hoffen, dass sich die Situation beruhigt und die Konsumenten wieder auf Tomaten zurückgreifen.»

Meier hat nun sogar eine Laboruntersuchung durchführen lassen, die beweist, dass sein Gemüse nicht mit dem EHEC-Bakterium verseucht ist. Doch auf die Angst vor dem Krankheitserreger, die tief in Köpfen der Konsumenten sitzt, hat Meier keinen Einfluss.

Aktion eines Grossverteilers geplant

Für die nächste Woche hat ein Schweizer Grossverteiler eine Tomaten-Aktion angekündigt. Gemüseproduzenten wie Paul Meier hoffen nun, dass die Konsumenten dann zuschlagen und darauf vertrauen, dass mit dem Schweizer Gemüsse alles in Ordnung ist.