Die Saturn-Eröffnung beginnt für mich schon im leeren Parkhaus des Shoppi Tivoli. Auf der Suche nach dem Eingang treffe ich auf weitere hilflose Personen, die schon um fünf Uhr früh in Spreitenbach sind, um unter den Ersten im Elektronikfachmarkt zu sein. Unter ihnen ein Paar, das meint: «Wir dachten schon, wir seien die einzigen Trottel, die um diese Zeit aufgestanden sind!»

Gemeinsam laufen wir ziellos herum und suchen nach einer offenen Tür. Schliesslich finden wir sie mit Hilfe eines Angestellten bei der Center Mall. Die Geschäfte sind alle dunkel, wir Vier haben das Gefühl, die Einzigen weit und breit zu sein.

600 Frühaufsteher gingen auf Jagd

Daniel, der Vierte im Bunde, ist schon öfters an solche Eröffnungen gegangen. «Ich bin gespannt, wie viele Leute es sind», sagt er, «In Basel waren es nur geschätzte 200.» Für mich scheint diese Zahl hoch, schliesslich ist es halb sechs an einem Donnerstagmorgen. Doch als wir in das Shoppi treten, werde ich überrascht: Gut Hundert Leute stehen bereits an. Aus den Liften steigen pausenlos weitere Frühaufsteher, die sich kurz mit einem Gratis-Kaffee und -Gipfeli stärken, bevor sie sich in die Schlange stellen.

Später wird sich zeigen: In der ersten Stunde kamen über 600 Leute. Gerechnet hatten die Organisatoren mit gut 800. Trotzdem zeigt sich Centerleiter Patrick Stäuble nicht enttäuscht: «600 Leute, die morgens um Fünf aus den Federn steigen, um ins Shoppi zu kommen - das ist unglaublich.»

Applaus für die ersten Kunden

Im Geschäftsinneren stehen die Angestellten Spalier und warten auf die ersten Besucher. Als pünktlich um sechs das Rollgitter hochgezogen wird, applaudieren sie den Kunden einige Minuten lang. Unter den ersten im Geschäft ist Samantha Suter. Sie und ihre Freundin sind extra aus dem Thurgau angereist, um einen Laptop zu ergattern. Dafür sind sie um vier Uhr früh aufgestanden. Ich mache mich zurück zu meinem Auto und weiss: Trotz Kaffee und Gipfeli - solche frühen Eröffnungen sind nichts für Morgenmuffel wie mich.