Zu Spitzenzeiten staut sich der Verkehr bei der Einmündung in die Vogelsangstrasse in Vogelsang (Gemeinde Gebenstorf) seit einigen Jahren bis zurück zur neuen Aarebrücke. Betroffen sind nebst den Autofahrern, die längere Wartezeiten und teils gefährliche Einbiegemanöver erleben, vor allem die Wohnbevölkerung im besiedelten Gebiet in Vogelsang.

Die Einmündung weist sowohl in Richtung Gebenstorf als auch Turgi eine stark begrenzte Leistungsfähigkeit aus und ist zu einem Ärgernis in der Region geworden. Dies liegt einerseits am grösseren Verkehrsaufkommen, andererseits hat mit dem Bau der neuen Aarebrücke und dem Kreisel Lauffohr diese Achse Richtung Koblenz auf dem linken Aareufer an Attraktivität gewonnen. Gerade dies war ursprünglich jedoch nicht die Absicht.

Soforthilfe mit neuartiger Anlage

Der Kanton unternimmt nun etwas gegen die missliche Situation, und zwar als Sofortmassnahme: Bereits ab kommendem Oktober wird eine mobile Dosieranlage vor dem besiedelten Gebiet, also auf der Lauffohrer Seite der Aare installiert. Dies erfolgt in Absprache mit der Gemeindebehörde, die diese Massnahme begrüsst. Sie soll die Anwohner vom Stau entlasten.

Die neuartige Anlage wird mit mehreren Sensoren das Verkehrsaufkommen in Vogelsang messen und über elektronische Signale vor der Brücke kurzzeitig dosieren. Ein zusätzlicher Sensor auf der Brugger Seite stellt sicher, dass der Rückstau unter keinen Umständen den Kreisel Lauffohr erreichen kann.

Mit dieser schnell und einfach realisierbaren Lösung werde die Situation der Wohnbevölkerung massgebend verbessert, erklärt Daniel Schwerzmann, Leiter Verkehrsmanagement beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Zugleich verlängere sich trotz allfälliger Wartezeiten die Durchfahrtszeit für den motorisierten Individualverkehr unter dem Strich nicht.

Die Anlage sei nur während der Hauptverkehrszeiten aktiv, erklärt Schwerzmann. Die intelligente Sensorik erkenne sofort, wenn sich ein Stau aufbaue. Dann beginne die Ampel warnend gelb zu blinken. Übersteigt das Verkehrsaufkommen einen gewissen Grenzwert, werden die Fahrzeuge auf der Brugger Seite der Aarebrücke aufgehalten. Die eingesetzte Anlage sei zwar auf den ersten Blick mit einer Baustellen-Ampel vergleichbar, doch im Hintergrund komme modernste Technik zum Einsatz, so Schwerzmann. Die Kommunikation erfolgt über Mobilfunk, die Daten werden direkt auf einem Cloudserver gespeichert.

In Gebenstorf wird Fixes geplant

Schwerzmann erklärt, dass in Gebenstorf mehrere Verkehrsprojekte geplant seien, die man gesamtheitlich anpacken werde. So werden auch für den Knoten Gemeindehaus und Rotes Haus (Abzweiger Autobahn) längerfristige Lösungen gesucht. «Wir streben dabei eine möglichst gleichmässige Verteilung in dieser Verkehrslandschaft an», erklärt Schwerzmann. Ob auch bei der Einmündung Vogelsangstrasse die Lösung letztlich aus einem Kreisel bestehen werde, sei derzeit noch offen.