Baden
Weil die Randsteinhöhe im Alter eine Rolle spielt

Die Interessen und Anliegen älterer Menschen sollen besser berücksichtigt werden. Deshalb haben Stadtrat und Seniorenrat (SRRB) eine verstärkte Kooperation vereinbart. Dank der Vereinbarung entsteht eine grössere Verbindlichkeit.

Martin Rupf
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Vizeammann Daniela Oehrli (l.) und Seniorenratspräsidentin Ruth Blum wollen die Zusammenarbeit im Bereich Alter intensivieren.martin rupf

Vizeammann Daniela Oehrli (l.) und Seniorenratspräsidentin Ruth Blum wollen die Zusammenarbeit im Bereich Alter intensivieren.martin rupf

Der Platz ist nicht zufällig ausgesucht. Für das Foto posieren Frau Vizeammann Daniela Oehrli und Ruth Blum, Präsidentin des Senioren- und Seniorinnenrates (SRRB), beim Stadtturm – gleich neben der Baustelle Weite Gasse. «Die Sanierung der Weiten Gasse ist ein Beispiel, bei dem die Projektverantwortlichen nicht zwingend an die Anliegen der älteren Bevölkerung denken», sagt Blum.

Genau, damit solches in Zukunft gewährleistet ist, hat der Stadtrat mit dem SRRB eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. «Dieser verfolgt drei Ziele», sagt Oehrli. Erstens sollen die Senioren über die Aktivitäten der Stadt informiert werden, wenn diese das Alter betreffen.

Der Seniorenrat

Der Senioren- und Seniorinnenrat der Region Baden (SRRB) ist ein Forum für Menschen und Institutionen aus der Region Baden, die an Alters- und Generationen-Fragen interessiert sind. Er nimmt die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren wahr und versucht, ihre soziale Stellung in der Gesellschaft sowie ihre Lebensqualität zu verbessern. Der SRRB will, dass die Lebenserfahrung und das Wissen der älteren Generation Jung und Alt zur Verfügung stehen. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral. 2012 feierte der SRRB sein 10-Jahr-Jubiläum. (az)

«Zweitens sollen Senioren im Bereich Alter aktiv mitarbeiten können», so Oehrli. Und drittens sollen der Staat und das Individuum zusammen und in gemeinsamer Verantwortung den Lebensabschnitt im Alter gestalten. «Wir wollen die Seniorinnen und Senioren bewusst in die politischen Prozesse einbinden», sagt Oehrli.

Senioren wollen auch etwas bieten

Wichtig sei vor allem, dass dies auch bei Projekten – wie etwa der Sanierung der Weiten Gasse – passiere, die auf den ersten Blick nicht viel mit dem Thema Alter zu tun hätten. Ruth Blum ergänzt: «Das können ganz konkrete Wünsche und Bedürfnisse sein, wie etwa die Höhe oder Ausgestaltung der Randsteine.»

Dank der Vereinbarung entstehe zwischen dem Stadtrat und dem SRRB eine grössere Verbindlichkeit, sagt Oehrli. «So wird bei allen grösseren Projekten auch an die Bedürfnisse der Senioren gedacht und diese werden auch einbezogen.»

Blum betont: «Es ist nicht so, dass die Seniorinnen und Senioren nur Wünsche und Forderungen aufstellen.» Vielmehr können Seniorinnen und Senioren der Stadt und der Region auch etwas zurückgeben. «Das Potenzial hierzu wäre vorhanden; ältere Menschen bringen sehr viel an Wissen und Erfahrung mit.»

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