Wettingen

Weisse Tauben waren nicht da, aber viele Menschen

Pfarrer Alain Duplain im Gespräch mit Jugendlichen.

Pfarrer Alain Duplain im Gespräch mit Jugendlichen.

Das neue Pfarrheim der St. Sebastianskirche wurde eingeweiht – ganz fertig ist es aber noch nicht. Trotzdem segnete der Pfarrer Alain Duplain das Gebäude. Die wenigen verbliebenen Baustellen sollen aber bis Ende Jahr verschwinden.

Trotz kleineren Pannen und klirrender Kälte war die Einweihung des neuen Pfarrheims der katholischen St. Sebastiankirche am Sonntag ein Erfolg. «Die Elektriker mussten noch bis gestern Abend im Pfarrhaus arbeiten», so der erschöpfte, aber bis über beide Ohren strahlende Präsident der Baukommission, Hansjörg Egloff. Er und sein Team hatten alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit das Pfarrheim termingerecht eingeweiht werden konnte.

Weisse Tauben kamen nicht

Den Auftakt feierte man in der Kirche, anschliessend wurde das neue Gebäude vom Pfarrer Alain Duplain gesegnet. Der Verein Jungwacht-Blauring sorgte dabei für jugendliche Frische und Farbe. Abgesehen davon, dass die weissen Tauben, die Duplain für die grosse Eröffnung bestellt hatte, wegen einer Terminverwechslung nicht eintrafen, konnte die Einweihung fast ohne Pannen vollzogen werden. Als die Gäste nach der Einweihung das dreistöckige Haus erkunden durften, zeigte sich: Die eine oder andere Baustelle ist noch vorhanden. Laut Egloff werden aber auch diese innerhalb des nächsten Monats verschwinden.

Cafeteria mit offenem Kässeli

Ein besonderer Blickfang des neuen Pfarrheims ist die nach Westen ausgerichtete Cafeteria. «Sie steht den dreissig Vereinen, die hier ein und aus gehen, zur Verfügung», erklärt Egloff. Versuchsweise soll die Cafeteria mit einem offenen Kässeli betrieben werden.

Mit dem subtilen, schlichten Bau setzt die katholische Kirche Wettingen klare Zeichen. «Wir wollten nicht, dass das Pfarrheim weiterhin den Charakter einer Bank ausstrahlt», so Egloff.

Neu mit Wärmepumpen

Die Baukommission erkor das Konzept der Architekten Schneider & Schneider aus Aarau aus zwanzig Ideen zu ihrem Favoriten. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl war der energiesparende Standard des Projektvorschlags. «Uns war klar, dass man solche Aspekte im Auge behalten sollte», sagte Egloff. Deshalb wird das Haus ab jetzt mit Wärmepumpen geheizt. Trotzdem hat man im Pfarrheim, welches von Kirchensteuergeldern finanziert wurde, nicht alles neu saniert. «Die Böden sind die alten geblieben und in der Cafeteria hängt eine originale Mariastatue aus unserem Archiv.»

Egloff zeigte sich mit der Einweihung zufrieden: «Wir sind fast überrannt worden, nicht einmal der Gemeindeamman hat einen Sitzplatz gefunden. Ich hoffe dieser Menschenstrom wird auch in Zukunft anhalten.»

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