Baden

Welche Band den Gründer des «One of a Million"-Festivals begeisterte

«One of a Million»- Festivalgründer Nik Fischer: «Wir hatten dieses Jahr Leute von grösseren Agenturen aus Deutschland, London und Paris vor Ort.» Jiri Reiner/Archiv

«One of a Million»- Festivalgründer Nik Fischer: «Wir hatten dieses Jahr Leute von grösseren Agenturen aus Deutschland, London und Paris vor Ort.» Jiri Reiner/Archiv

Nik Fischer, einer der Gründer und Mitorganisator des «One of a Million»-Festivals, über die vergangenen neun Tage – und eine Badener Band, von der man noch viel hören werde.

Herr Fischer, 58 Acts in neun Tagen: Wie viele Konzerte konnten Sie tatsächlich miterleben?
«Nik Fischer: Tatsächlich habe ich nur vier, fünf Konzerte nicht gesehen. Meine Verantwortung ist das Programm; ein Grossteil meiner Arbeit liegt somit im Vorfeld des Festivals. Allerdings habe ich die Konzerte selten in voller Länge miterlebt, weil man ständig mit Leuten ins Gespräch kommt oder es etwas zu erledigen gibt. Es ist mir wichtig, die Stimmung vor Ort, beim Publikum, im Team und bei den Künsterinnen und Künstlern zu fühlen.

Das «One of a Million»-Festival gilt als Entdeckerfestival. Im Publikum sind auch viele Leute aus der Musikbranche und sogar einige internationale Agenten. Haben Sie mitbekommen, ob jemand nach einem Konzert unter Vertrag genommen wurde?
Das stimmt, wir hatten dieses Jahr Leute von grösseren Agenturen aus Berlin, London und Paris vor Ort, sowie diverse Veranstalterinnen und Veranstalter, auch aus der Romandie. Es ist wichtig und wertvoll, wenn Musikerinnen und Musiker mit Veranstalterinnen und Veranstaltern sowie Bookerinnen und Booker in Kontakt kommen, für den Austausch aber auch ihre zukünftige Karriere. Das One of a Million ist auch für Leute aus der Musikbranche ein Schaufenster: Wir bieten den Rahmen für eine schöne Konzertwoche, in der man Bands entdecken und auch mit Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt kommen kann.

Ihre Prognose: Von welcher Newcomerband werden wir in Zukunft noch viel hören?
Asbest, ein junges Musikertrio aus Basel, das am Freitagabend im Royal gespielt hat, war stark und hat einen unverkennbaren Stil. Die Musik ist laut, man könnte meinen männlich – und ist es gleichzeitig eben nicht. Daneben hat das Duo Odd Beholder bewiesen, dass es auf grosse Bühnen gehört. Das fanden auch die Veranstalter von Eurosonic: Letzten Monat durfte die Band in Groningen an einem der grössten Showcase Festival von Europa spielen.

Am Donnerstag fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Nachhaltigkeit in der Kultur statt. Was waren die Ergebnisse?
Wir haben mit halb so vielen Leuten gerechnet. Dass an einem Donnerstagnachmittag zwischen 60 und 70 Leute an einer Diskussionsrunde über Nachhaltigkeit teilnehmen wollten, beweist wie sehr dieses Thema bewegt. Grundsätzlich war die Veranstaltung ein Appell: Wir müssen als Individuum aber auch als Unternehmerinnen und Unternehmer sowie als Veranstalterinnen und Veranstalter einfach beginnen, etwas zu verändern und nicht abwarten, bis es andere tun.

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