Noch nicht mal eine Woche ist es her, seit sein Halter ihn auf herzlose Art loswerden wollte. Er drückte den kleinen Diego in einen hohlen Baumstumpf in einem Waldstück in Niederwil. Jetzt wollen über 100 Hundefreunde Diego zu sich nach Hause nehmen. Sie alle haben sich beim Tierheim Untersiggenthal nach dem Welpen erkundigt, wie Tele M1 am Freitag berichtete.

Unter ihnen ist auch Doriano Frei aus Oftringen. Als der 30-Jährige den Beitrag auf Tele M1 sah, hat er sich in den Welpen verliebt. Er hätte sogleich zu seiner Freundin gesagt: «Den würde ich jetzt auch nehmen. So ein härzigs Hündli.»

Zumindest jetzt wird daraus noch nichts. Diego bleibt noch einige Wochen im Tierheim Untersiggenthal, wie die Stellvertretende Leiterin Isabelle Zingg gegenüber dem Fernsehsender sagte: «Das ist zum Schutz von Diego. Uns ist es wichtig, dass er jetzt erstmal ankommen und zur Ruhe kommen kann.»

So fand der Wildhüter den kleinen Diego in Niederwil: Eingesperrt im hohlen Baumstumpf

So fand der Wildhüter den kleinen Diego in Niederwil: Eingesperrt im hohlen Baumstumpf

Am Freitag musste Diego zum Arzt. Man wollte herausfinden, wieso der Welpe hinkt. Tierarzt Dominik Kaiser untersuchte den rund 12 Wochen alten Hund auf Herz und Nieren, eine eindeutige Diagnose kann der Tierarzt aber auch nach der Röntgenuntersuchung keine stellen. «Das kann ein Wachstumsschub sein oder er kann sich auch durch ein «Übertrampe» verletzt haben. Man muss vielleicht einfach einmal abwarten.»

Grundsätzlich habe aber Diego das Schlimmste überstanden, nur ein Reisnagel hat man noch in seinem Darm gefunden. Sobald Diego wieder völlig gesund ist, entscheidet das Tierheim an welchen Platz Diego kommt.

An Auswahl mangelt es ja nicht. Diegos Hundeaugen kann niemand widerstehen. (az)

Süsser Fratz: Im Tierheim des Aargauischen Tierschutzes in Untersiggental erholt sich der kleine Diego von den Strapazen.

Süsser Fratz: Im Tierheim des Aargauischen Tierschutzes in Untersiggental erholt sich der kleine Diego von den Strapazen.