Wettingen
WendeMobil unterstützt Senioren in den eigenen vier Wänden

Oft fehlt Senioren Unterstützung bei einfacher Arbeiten zuhause. Hier will die Wettiger Stiftung Wendepunkt Abhilfe schaffen. Das neue Angebot WendeMobil unterstützt alte Leute bei der Alltagsbewältigung in den eigenen vier Wänden.

Britta Gfeller
Drucken
Teilen
Margrit Hochuli und Sascha Lang in der Wäscherei der Stiftung Wendepunkt.

Margrit Hochuli und Sascha Lang in der Wäscherei der Stiftung Wendepunkt.

Sandra Ardizzone

«Viele Senioren haben das Bedürfnis, in ihrer gewohnten Umgebung alt zu werden», sagt Sascha Lang, Gesamtleiter der Stiftung Wendepunkt. «Vielen ist es jedoch aufgrund körperlicher Beschwerden nicht mehr möglich, alle Arbeiten im und ums Haus alleine zu erledigen.» Für Menschen, die keine Unterstützung haben, bleibe oft nur ein Umzug ins Altersheim. Hier soll das neue Angebot WendeMobil helfen, das in der letzten Woche gestartet ist.

Senioren bekommen Hilfe beim Wäschewaschen und Schneeräumen, bei der Hausreinigung, bei Gartenarbeiten, einfachen Reparaturarbeiten, kleinen administrativen Aufgaben oder beim Umzug und der Räumung. «Bei Dienstleistungen, die wir nicht selber erbringen können, verweisen wir an die zuständigen Stellen», sagt Bereichsleiterin Margrit Hochuli. «Wir sind nicht pflegerisch tätig», betont Lang. Er versteht die neuen Dienstleistungen als Ergänzung zur Spitex.

Senioren und Mitarbeiter profitieren

Neu ist auch, dass es für alle Anliegen eine einzige Ansprechperson gibt. Margrit Hochuli ist Bereichsleiterin von WendeMobil. Ihr zur Seite stehen fünf bis sechs Klienten. «Wir beschäftigen Personen, die eine IV-Teilrente beziehen oder eine Attestlehre absolvieren. Ausserdem nutzen wird die Arbeit als Integrationsmassnahme», sagt Lang. Die Klienten wurden intern geschult. Anfänglich wird Margrit Hochuli die Einsatzperson bei ihren Hausbesuchen begleiten.

Erst wenn Kunde und WendeMobil-Klient miteinander vertraut sind, wird Letzterer alleine gehen. «Vor allem für ältere Menschen ist Konstanz wichtig. Deshalb werden immer die gleichen Helfer zu den gleichen Kunden kommen», sagt Hochuli. Ziel des Angebotes sei es, den Senioren Lebensqualität zu geben und ihnen eine Freude zu machen. «Die Leute sollen einen Wendepunkt erleben. Durch den Kontakt mit unseren Klienten können neue Beziehungen entstehen. Viele Senioren sind einsam», sagt Lang. «Das ist eine Win-win-Situation für die Senioren und unsere Mitarbeiter. Beide profitieren davon.»

Nicht nur für Senioren

Senioren sind zwar die Hauptzielgruppe, doch nicht nur sie können das Angebot in Anspruch nehmen. Es richtet sich ausserdem an Angehörige, die berufstätig sind und ihre Eltern deshalb nicht selbst unterstützen können. Auch Alleinstehende oder Alleinerziehende können die Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Vorerst wird WendeMobil in der Region Baden/Wettingen angeboten. «Hier haben wir beste Voraussetzungen. Margrit Hochuli arbeitet bereits an diesem Standort. Auch unsere Wäscherei ist hier», sagt Lang. Läuft das Angebot gut, soll es auf weitere Standorte im Kanton ausgeweitet werden.

Aktuelle Nachrichten