Es war vermutlich das heisseste «Wettiger Fäscht», das es je gab – im wörtlichen Sinne. Das Organisationskomitee war dank der Wetterprognosen vorgewarnt und liess via Lägerenbräu notfallmässig rund 20 zusätzliche Sonnenschirme aus Deutschland kommen. Dazu sorgten kurzfristig organisierte Sprinkleranlagen für kühlendes Nass beim Fussballfeld, wo auch das Rennen um «de schnällscht Wettiger» stattfand. Auch den Brunnen auf der Brühlwiese, wo das Open Air über die Bühne ging, liess man absichtlich laufen. OK-Präsident Hans-Peter Odermatt ist froh, dass es wegen der Hitze keine Zwischenfälle gegeben hat: «Ich habe einmal 37 Grad gemessen, da macht man sich schon Sorgen, es könnte Hitzepatienten geben.» Immer wieder besuchte er die Samariter-Station vor Ort, um sich zu erkundigen, ob alles in Ordnung sei. «Die Samariter meldeten zum Glück immer, dass alles gut sei.»

Auch die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal war mit jeweils bis zu acht Polizisten vor Ort und bekam Unterstützung von privaten Sicherheitsangestellten. «Wir hatten aufgrund der Wetterprognose Bedenken, dass die Leute wegen der Hitze mehr Alkohol trinken», sagt Repol-Chef Roland Jenni. «Das kann ein Risiko für die Sicherheit sein», sagt er. «Aber aus Sicht der Polizei haben wir drei sehr ruhige Tage erlebt», sagt Jenni. Es habe zwar vereinzelt Streitereien gegeben. «Da sind wir aber dazwischen gegangen und konnten den Streit schlichten.» Die Zwischenfälle seien meistens nur verbal ohne Handgreiflichkeiten verlaufen. Christian Bassler, Einsatzchef der Samariter, bestätigt Jennis Eindruck eines friedlichen Fests: «Wir haben festgestellt, dass die Leute wegen der Hitze zurückhaltender beim Alkohol waren.»

Erster Deko-Wettbewerb

Fast schon passend zur aktuellen Sommerhitze hat die Feuerwehr Wettingen mit ihrem Chalet und der Feuerwehr-Dekoration den Deko-Wettbewerb gewonnen und damit ein Preisgeld von 1000 Franken. Es sei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den «Golden Oldies» gewesen, sagt Jury- und OK-Mitglied Karl Gruber. Den dritten Platz holte sich der Damenturnverein Wettingen. Odermatt und Gruber sind sich einig, dass dank des erstmaligen Wettbewerbs deutlich mehr und bunter dekoriert wurde. (gal)