Baden/Wettingen

Wenig Visionen für Badens Zukunft

Im historischen Museum diskutierten 60 Interessierte über regionale Entwicklung.

Eine Region sucht ihre Zukunft

Im historischen Museum diskutierten 60 Interessierte über regionale Entwicklung.

Im Historischen Museum diskutieren 60 Interessierte über regionale Entwicklung. Zwei Studenten hatten ausserdem Baden und Wettingen unter die Lupe genommen.

Beklagen kann man sich nicht über mangelndes Interesse an der Zukunft von Baden und Wettingen. Für den Diskussionsabend im Historischen Museum fanden sich etwa 60 engagierte Bürgerinnen und Bürger ein – und viele Architektur-Studierende.

«Welche städtebauliche Zukunft hat die Region Baden? Baden und Wettingen im Vergleich» war das Thema des Abends. Zwei Studenten der ETH Zürich hatten sich mit urbanen Zentren beschäftigt – unter anderem mit Baden und Wettingen – und präsentierten ihre Arbeit. Danach kommentierten eine Vertreterin sowie Vertreter der Lokalpolitik die Inputs vor ihrem Erfahrungshintergrund und stellten eigene Visionen vor.

An der Diskussion beteiligt waren Doris Stump, Nationalrätin und ehemalige Gemeinderätin von Wettingen, Heiner Studer, Vizeammann von Wettingen, Stephan Attiger, Stadtammann von Baden, und Sepp Bürge, ehemaliger Stadtammann von Baden – und Soziologieprofessor der ETH Zürich, Christian Schmid.

In der Präsentation über Baden zeigte einer der Studenten die Orte, die zu verschiedenen Zeiten des Tages stark frequentiert sind, wie das Bahnhofgebiet zu den Stosszeiten, die Schulen tagsüber, das ABB-Areal oder die Badstrasse. Überraschend war die Analyse nicht. Dass das Limmattal eine Boomregion ist, wurde immer wieder gesagt. Die Grenzen einer baulichen Entwicklung im innerstädtischen Bereich wurden aufgezeigt. Die unausweichliche verdichtete Bauweise war Thema. Zum Schluss erschien auf der Power-Point-Folie die Frage «... ist Baden?».

In Wettingen wurde die Landstrasse als urbaner Raum unter die Lupe genommen. Betont wurde der «gefühlte Übergang» von den Wohnquartieren zum «Strip». Dieser wurde als «riesiges Shoppingcenter unter freiem Himmel» beschrieben. Von Überflutung war die Rede: durch den Verkehr und das enorme Konsum-Angebot. «Wo ist der Flaneur?», fragte der Student. Kritikpunkt war die fehlende Möglichkeit, sich irgendwo gemütlich niederzulassen. Wettingen wurde auch als «langweilig» beschrieben.

Die Aussenansicht auf Baden und Wettingen durch die Studenten diente als Basis für die weitere Diskussion der Politiker und des Publikums. Gefragt waren Zukunftsvisionen und Wünsch.

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