Baden

Weniger Parkplätze und Tempo 20 beim AZ-Hochhaus? Das sagt Eigentümer Hans Wanner

«Es hat ja mehrere Parkhäuser in der Nähe»: Hans Wanner zu einem Wegfall von Parkplätzen.

«Es hat ja mehrere Parkhäuser in der Nähe»: Hans Wanner zu einem Wegfall von Parkplätzen.

Badens Stadtrat muss eine Begegnungszone beim AZ-Hochhaus prüfen. Hochhaus-Eigentümer Hans Wanner stört sich an der Idee nicht – im Gegenteil.

Der Badener Stadtrat soll die Verkehrssituation beim AZ-Hochhaus attraktiver gestalten, womöglich sogar eine Begegnungszone mit Tempo 20 und Vortritt für Fussgänger einrichten. Das hat der Einwohnerrat am Dienstagabend beschlossen. Er überwies ein Postulat von Nadia Omar (Team Baden) mit der entsprechenden Forderung.

Als Eigentümer am meisten betroffen von dieser Forderung ist Hans Wanner, dem das AZ-Hochhaus gehört. «Es freut mich, dass das Postulat überwiesen worden ist», sagt er. Er schaue die Thematik nicht als Eigentümer an, sondern als ehemaliger Stadtplaner von Baden. Wanner macht klar, dass es für ihn hier nicht um Parteipolitik geht. «Man muss das nicht von links oder rechts her anschauen.»

Omar verwies in der Einwohnerratsdebatte auf den Wakkerpreis. Baden habe diesen auch dank der Aufenthaltsqualität für Fussgänger erhalten. «Dem pflichte ich grundsätzlich bei. Es ist nun eine logische Folge, dass Baden weitere Zonen attraktiver gestaltet», sagt Hans Wanner. Und weiter:

Auch eine Begegnungszone kann Wanner nicht schrecken - im Gegenteil. «Das erscheint mir sinnvoll.» Er verweist auf einen Planungsbericht aus dem Jahr 1975, in dem schon ein Vorschlag für eine «Verträglichkeitszone» enthalten war. Der Begriff meint, dass die Zone verträglich wird für die verschiedenen Verkehrsteilnehmer. «Miteinbezogen war damals die Einmündung der Dynamostrasse –gestaltet als befahrbarer Platz – mit einer Skulptur in Form eines alten BBC-Dynamos», erinnert sich Wanner.

Hier befindet sich das Badener AZ-Hochhaus:

Der ehemalige Badener Stadtplaner kann sich einen anderen Strassenbelag und mehr Grünbepflanzung vorstellen. Empfehlen würde er eine Neugestaltung bis zur Blinddarmunterführung. «Warum nicht eine Baumallee auf der Ostseite der Stadtturmstrasse?», bringt er eine Idee ins Spiel. 

Dass einige Parkplätze der Umgestaltung zum Opfer fallen, stört Wanner nicht. «Für mich ist ein Kompromiss denkbar. Ein Teil der Parkplätze soll sicher erhalten bleiben. Das ist sinnvoll für Kurzparkierer am Stadtrand.»

Doch wäre ein Wegfall nicht ein Nachteil für seine Mieter? «Es hat ja mehrere Parkhäuser in der Nähe», antwortet er. Zudem sei es auch in seinem Sinn als Eigentümer, wenn die Umgebung des AZ-Hochhauses attraktiver gestaltet werde.

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