Wenn der Familienalltag zur skurrilen Komödie wird

Der Mann schlafwandelt, die Frau ist total gestresst und die Tochter hat ihr ganzes Erspartes im Suff verloren. Die Geschichte einer etwas durchgeknallten Familie wird vom Theaterverein «Schneckenbühne» Neuenhof in Szene gesetzt.

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Die Hausfrau kommandiert ihren schlafwandelnden Mann herum. mw

Die Hausfrau kommandiert ihren schlafwandelnden Mann herum. mw

Neuenhof Der Mann schlafwandelt, die Frau ist total gestresst und die Tochter hat ihr ganzes Erspartes im Suff verloren. Die Geschichte einer etwas durchgeknallten Familie wird vom Theaterverein «Schneckenbühne» Neuenhof in Szene gesetzt. Die Familienmitglieder sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie dabei vergessen, sich den Problemen anderer anzunehmen. Hinzu kommen wirre Freunde, die versuchen, der Familie aus ihrer Misere zu helfen. Die Komödie «Nachtaktiv» erzählt von normalen Alltagsproblemen, lässt sie aber in skurrilem Licht erscheinen.

Seit Oktober übt der Verein intensiv an der Umsetzung des Stücks. Acht Schauspieler hauchen den Figuren Leben ein. 20 weitere Personen sind hinter der Bühne aktiv. «Damit das Stück funktionieren kann, muss jeder 100 Prozent geben», sagt Pascal Schuler, Regisseur des Stückes. «Wir verbringen viel Zeit miteinander. Es ist wichtig, dass wir gut miteinander harmonieren.» Doch nicht nur die Harmonie im Team ist wichtig. Die Schauspieler müssen sich in ihrer Rolle wohlfühlen. «Jeder muss sich mit seinem Charakter auseinandersetzen», sagt Schuler. «Wir wollen, dass das Stück echt ist und nicht künstlich wirkt.» Trotzdem brauche es manchmal ganz schön Mut, eine Rolle zu spielen, mit der man sich in der Realität wenig identifizieren könne. Eine Herausforderung, der sich die Vereinsmitglieder gerne stellen. «Es ist wunderschön, in eine andere Rolle schlüpfen zu können», sagt Helga Baumann, Schauspielerin. «Für mich ist es ein Pendant zum Alltag.» Auch Rahel Rohr, ein weiteres Vereinsmitglied, taucht gerne in die Theaterwelt ein. «Ich stehe gern auf der Bühne und finde es spannend, mal jemand anderes zu sein.» Damit alles bis ins letzte Detail stimmt, weist Schuler die Schauspieler auch Mal zurecht. Hauptsächlich sei es aber Gemeinschaftsarbeit, sagt Schuler. «Es ist mir wichtig, dass jeder seine Ideen einbringen kann.» Noch ist den Schauspielern die Nervosität nicht anzumerken. «Das kommt schon noch», sagt Schuler. «Fünf Minuten vor dem Auftritt ist es am schlimmsten.» Mit den Proben ist er zufrieden. «Es läuft gut. Ich hoffe, das ist kein schlechtes Omen.» (MW)

Aufführungen: 2., 9., 16. März, 20.15 Uhr; 10. März, 17.15 Uhr; kath. Kirchgemeindesaal