Baden
Wenn die Begeisterung kaum mehr zu bremsen ist

Die Vorbereitungen zum Open Air «Rock for children» sind endlich abgeschlossen – jetzt muss eigentlich nur noch Sommerwetter her.

Marc Reinhard
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«Wir haben vier Bundesordner gefüllt, hatten an die zwanzig Sitzungen und eine gehörige Anzahl Arbeitsstunden. In Sachen Organisation haben wir getan, was getan werden konnte -– jetzt sind wir sehr gespannt und können es kaum mehr erwarten.» Die Rede ist vom grossen Benefiz-Open-Air «Rock for children», das am 27.August auf dem Bahnhofplatz Baden stattfinden wird: Drei Bands rocken den Platz mit bekannten und unbekannten Klassikern. Als «special guest» steht unter anderem Tinkabelle mit auf der Bühne. Im Rahmen des Metro-Shop-Jubiläums finden bereits am Nachmittag verschiedene Aktionen statt.

Ein Gratis-Fest für alle

Beim Zuprosten am Grill war die Idee zweier befreundeter Coverbands – Sundowner und AZton – im letzten Herbst entstanden. Ein gemeinsames Open Air, möglichst an bester Badener Stelle, sollte es werden. Ein kleines Gratis-Volksfest für Freunde, Fans und Passanten, die sich den Feierabend oder den beginnenden Ausgang mit Live-Musik versüssen wollen.

Wie vorgehen? Eine Bewilligung musste als Erstes her. Die Bands nutzten ihr Netzwerk. Tony Stalder, Kiwanis-Präsident und Leiter der Abteilung Liegenschaften der Stadt Baden, war sofort Feuer und Flamme: «Wir hatten ohnehin einen Event auf dem Jahresplan. Ziel des Kiwanis-Clubs ist es, Kindern in aller Welt mit verschiedenen Projekten finanziell zu helfen.» Stalder kennt die Bands, wusste, worauf er sich einliess: «Die spielen meine Lieblingsmusik, die Rock-Hymnen einer ganzen Generation. Das gibt eine tolle Party auf dem unteren Bahnhofplatz!» Dass der angrenzende Metro-Shop mit seinen Geschäften sein 10-jähriges Bestehen feiert, fiel in die Organisation mit ein. Rasch wurden die Synergien auch hier deutlich und die Zusammenarbeit war besiegelt. Der Metro-Shop bestreitet mit dem «family day» das Nachmittagsprogramm. Das grosse Open Air geht abends über die Bühne.

20000 Franken sollen eingehen

Es folgten Sitzungen, die Suche nach Sponsoren und organisatorische Massnahmen: Eine Bühne musste her, ein Helferkonzept, ein attraktives Programm. Der Kiwanis-Club formulierte ein Ziel: 20000 Franken an Spendengeldern sollen an diesem Abend einfliessen. «Und das, ohne die geringsten Kosten zu erzeugen – eine rechte Herausforderung», sagt Stalder. Am Anfang sass das OK zu viert am Tisch und überlegte, was man tun könnte. Jetzt sind es sieben. «Angesichts all der Ideen, die eine motivierte Truppe einbringt, war mir ziemlich früh klar, welches Ausmass ‹Rock for children› annehmen würde.» Dank einem grossen Netzwerk habe man auf die Leute zugehen können und sei überall auf offene Ohren gestossen. Denise Klee ergänzt: «Dadurch war die ganze Freizeitarbeit der Vorbereitung eine pure Freude. Es ist auch etwas Wunderschönes, für einen guten Zweck zu arbeiten.»

Sommerwetter ist bestellt

Schlaflose Nächte habe es schon auch gegeben, gibt Tony Stalder zu. Ob seine Idee der Promi-Versteigerung ankommen würde, war er sich nicht sicher. Jetzt, da man zahlreiche VIPs für den «Rock for children»-Anlass gewinnen konnte, entwickle die Internetplattform eine gewisse Eigendynamik.

«Am nächsten Samstag sind wir parat – jetzt brauchen wir nur noch Traumsommerwetter. Und das haben wir bestellt», sagt Stalder und lacht.

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