Eine familiäre und lockere Stimmung herrscht an der Premiere im Theatersaal. Die Jungbühne Neuenhof besitzt ein treues Publikum, das alljährlich die Aufführungen besucht und die Arbeit der Jugendlichen unterstützt.

Nach dem Vorwort von Hauswartin «Frau Schmid» wird die Bühne freigegeben: Der ordnungsliebende Samuel befindet sich mitten in einem sorgfältigen Wohnungsputz, als seine Schwester Rita an der Tür sturm klingelt und seine Idylle stört. Ritas Freundin soll für eine Weile beim frauenscheuen Samuel einziehen. So lange, bis der Wasserschaden in ihrer Wohnung behoben wird. Bei Samuel ist die Lage jedoch nicht besser: Es sind ebenfalls Wasser- und Stromreparaturen im Gange.

Trotz allem zieht Ritas Freundin bei ihm ein. Die Geschichte nimmt ihren chaotischen Lauf und der Wasserschaden weckt bei allen versteckte Sympathien und Liebeslust: Nur bei Samuel ist das Eis noch nicht gebrochen.

Auf der Bühne geht es temperamentvoll zu: Stromschläge, gestürzte Elektriker, zerbrochene Vasen und Wandlöcher unterhalten das Publikum bestens. Witzige Wortspiele lassen alle zu Tränen lachen.

Wertvolle Erfahrung

Das Besondere an der diesjährigen Aufführung ist, dass die Regieverantwortliche gleichzeitig auch auf der Bühne stehen darf: Jasmine Baumann drückte beim Probestart im Sommer 2013 den Wunsch aus, Rolle und Regie zu vereinen.Eine wertvolle Erfahrung: Organisation und Verantwortung würden sich aus einer neuen Sichtweise betrachten lassen. «Sehr gerne würde ich auch nächstes Jahr Regie führen.» Ihre Begeisterung für Theater und Schauspiel lebt Baumann schon seit vier Jahren bei der Jungbühne aus.

«Der grösste Ansporn für uns junge Schauspieler ist, wenn die Leute von Herzen lachen und begeistert applaudieren», so Baumann im Namen der Schauspielgruppe der Jungbühne Neuenhof.

Aufführungen 17., 18., 24. und 25. Januar, 20 Uhr, Pfarreisaal der katholischen Kirche. www.jbn.ch.