Auf der Wallisstrasse bei der Schulanlage Kleine Kreuzzelg in Mellingen gilt seit dem Jahr 2002 Tempo 30. Mit der Einführung der Zone wurden damals auch verkehrsberuhigende Elemente wie Rabatten gebaut, welche die Strasse einengen. Nun werden sie wieder rückgebaut. Die Tempo-30-Zone bleibt bestehen. Der Gemeinderat hat die entsprechende Baubewilligung erteilt.

Grund für den Rückbau: Die Rabatten gefährden die Verkehrssicherheit. «In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Problemen und Reklamationen», sagt Bauverwalter Emanuele Soldati. So würden die Rabatten die Ein- und Ausfahrt der Feuerwehr beeinträchtigen, deren Magazin auf der Schulanlage liegt. «Auch führen die Verkehrsberuhigungselemente zu Rückstau auf der Lenzburgerstrasse, etwa dann, wenn auf der Anlage Sportveranstaltungen stattfinden», erklärt Soldati.

Hinzu komme der Schülerverkehr vor und nach der Unterrichtszeit. «Die Situation ist sehr unbefriedigend und die Sicherheit für Fussgänger nicht mehr gegeben.» Deshalb habe der Gemeinderat im letzten Jahr das Verkehrsplanungsbüro Grob Planung beauftragt, die Fussweg- und Schulsicherheit an der Wallisstrasse zu überprüfen.

Doch weshalb reagiert die Gemeinde erst jetzt, 16 Jahre nach Einführung der Tempo-30-Zone? Zu Beginn hätte schlicht die Erfahrung mit solchen verkehrsberuhigenden Elementen gefehlt, sagt Soldati. Ausserdem seien die Probleme erst in den letzten Jahren vermehrt aufgetaucht. Der Vorwurf einer Fehlplanung weist er entschieden zurück. «Wenn es um Tempo 30 geht, ist es in der Regel so, dass man Massnahmen umsetzt und schaut, wie sie sich über die Jahre im Alltag bewähren.» Das sei auch auf der Wallisstrasse der Fall gewesen. «Es hat sich herausgestellt, dass die Verkehrsberuhigungselemente in jenem Bereich nicht ideal sind.»


Arbeiten kosten 50'000 Franken

Die Bauarbeiten auf der Wallisstrasse kosten insgesamt 50 000 Franken. Dabei werden nicht nur die Rabatten rückgebaut, sondern es wird auch die Einfahrt von der Lenzburgstrasse in die Tempo-30-Zone auf mindestens 4,75 Meter verbreitert. «Auf diese Weise wird garantiert, dass sich zwei Personenwagen kreuzen können», sagt Soldati. Die Tempo-30-Signalisation bei der Einfahrt ist neu auf einer grossen Stele gekennzeichnet.

Zudem werden die beiden Knoten zur Schulstrasse und zur Badstrasse als Platzflächen mit einem um rund zwei Zentimeter erhöhten, gelblichen Belag umgebaut. Nicht zuletzt werden die Strassenmarkierungen angepasst und erneuert. «Im gleichen Zug führen wir einige Sanierungen und Reparaturen durch, die ebenfalls in den Gesamtkosten enthalten sind», sagt der Bauverwalter.

Die baulichen Massnahmen sollen im Frühjahr realisiert werden. «Die Zufahrt zur Kleinen Kreuzzelg wird jederzeit möglich sein und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist gewährleistet.» Gemäss Soldati werden die Bauarbeiten rund zwei Wochen dauern.