Baden
Wer besteht den Test als Notarzt in Afrika, Asien oder Südamerika?

In der interaktiven Wanderausstellung «Face it», können alle Besucherinnen und Besucher in die Rolle eines Notarztes in einem Entwicklungsland schlüpfen. Die Hilfsorganisation «Medecines sans Frontieres» zeigt, wo und wie sie Menschen hilft.

Dieter Minder
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Patrick Hafner zeigt Claudia Buser, wie sie als Notärztin auf Zeit arbeiten muss.

Patrick Hafner zeigt Claudia Buser, wie sie als Notärztin auf Zeit arbeiten muss.

Dieter Minder

«Diese Erdnusspaste ist eine sehr gute Nahrungsergänzung, denn viele Kinder im Tschad leiden unter Mangelernährung», sagt Patrick Hafner. Er betreut, zusammen mit Kolleginnen und Kollegen die Wanderausstellung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Medecins sans Frontieres, MSF), die bis Samstag auf dem Bahnhofplatz Baden Station macht.

«Die Besucher können in die Rolle eines Arztes schlüpfen», sagt Hafner. Als Arzt auf Zeit, ausgerüstet mit einem Stethoskop, haben sie verschiedene Aufgaben zu lösen: Eine davon, den Ernährungszustand eines Kindes abklären und dann die richtigen Hilfsmassnahmen ergreifen.

Von Paris in die ganze Welt

Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF) ist eine unabhängige internationale medizinische Hilfsorganisation, die 1971 in Paris von französischen Ärzten und Journalisten gegründet wurde. Seither als 40 Jahren leistet MSF Menschen medizinische Nothilfe, die von bewaffneten Konflikten, Epidemien, mangelhaften Gesundheitssystemen oder Naturkatastrophen betroffen sind – ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, Religion, politischen Überzeugung oder Geschlechts.

Die Aktivitäten der MSF-Bewegung sind sehr vielfältig: Wiederaufbau und Inbetriebnahme von Krankenhäusern oder Gesundheitszentren, mobile Kliniken zur Versorgung von ländlichen Gebieten, Impfprogramme, medizinische Versorgung in Flüchtlingslagern, psychologische Betreuung, Aufbau von Ernährungszentren, Wasser- und Sanitärprojekte sowie Gesundheitsversorgung von besonders gefährdeten Gruppen (z.B. Strassenkinder, Slumbewohner). Mit dem Friedensnobelpreis 1999 ehrte das Nobelkomitee insbesondere die Fürsprache für die Opfer von Not und Gewalt.

Patrick Hafner zeigt die Einsatzländer rot der Ärzte ohne Grenzen
5 Bilder
MSF Kind 1
Übungspuppe mit Muac Band am linken Arm
Das in der Sahelzone angebaute Getreide führt zru einseitigen Ernährung
Blick in eine Notfallstation im Taschad

Patrick Hafner zeigt die Einsatzländer rot der Ärzte ohne Grenzen

Dieter Minder

Ausstellung

Die Ausstellung ist unter der Woche von 11 bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag von 10 bis 18 Uhr.

Baden, Bahnhofplatz, 15.7. - 19.7.

Lenzburg, Promenadenplatz, 22.7. - 26.7.

Aarau, Bankvorplatz AKB, 12.8. - 16.8. und 19.8. - 23.8.

Weitere Informationen unter www.face-it.ch oder www.msf.ch.