Würenlos

Wer findet den Ausweg aus diesem Mais-Irrgarten?

Das Maislabyrinth von oben.

So wäre es nur bedingt einfacher: Das Würenloser Maislabyrinth aus der Vogelperspektive.

Zwei Wettinger Bauern haben das erste Maislabyrinth der Region in Würenlos angelegt. Im Irrgarten kann mehr mehr machen, als einfach nur den Ausweg zu suchen.

Verschlungene Pfade, Sackgassen, Irrwege: Es ist keine leichte Aufgabe, den Weg aus dem neuen Maislabyrinth auf Würenloser Boden zu finden.

Mindestens eine halbe Stunde muss man einberechnen. Aber keine Angst: Wer sich verläuft, kann auf einem der Pläne spicken, die im Labyrinth verteilt sind.

Pumptrack im Maislabyrinth in Würenlos

 

Den Irrgarten angelegt haben die beiden Wettinger Bauern Sandro Sozzi und Andi Benz. «Wir wollten etwas Neues ausprobieren und ein Naturerlebnis für die ganze Familie schaffen, das es so in der Region noch nicht gibt», sagen die beiden Familienväter.

«Zudem möchten wir mit dem Maislabyrinth die Bevölkerung für die Landwirtschaft sensibilisieren», ergänzt Benz. «Denn wir Bauern sind auf ihr Verständnis und ihre Unterstützung angewiesen.»

Die Idee dazu entstand im Winter. «Bevor ich wusste, dass ich für den Gemeinderat kandidiere», betont Sozzi, der im Herbst für die CVP ins Rennen steigt.

Ende April säten sie den Mais auf dem zwei Hektaren grossen Feld. Mit einem Markierspray zeichneten sie die Wege ein, die sie regelmässig mit dem Motormäher abfuhren, um die Wege ins Feld zu schneiden. 

Andi Benz mit dem Motormäher im Maislabyrinth

Mit dem Anpflanzen, der Erstellung der Homepage, dem administrativen Aufwand oder der Sponsorensuche investierten Benz und Sozzi knapp 600 Stunden.

 

Da sie das Labyrinth ursprünglich auf Wettinger Boden planten, trägt der Irrgarten offiziell den Namen «Maislabyrinth Wettingen». Dass sie den Irrgarten aber schliesslich auf Würenloser Boden erstellten, hat verschiedene Gründe.

Einerseits hätte Benz aufgrund der Fruchtfolge dort sowieso Mais angepflanzt. Andererseits liegt das Feld an einem beliebten Radweg und ist auch gut zu Fuss zu erreichen: Von der Bushaltestelle Kreuzkapelle in Wettingen muss man zuerst der Otelfinger- und anschliessend der Lugibachstrasse bis zum Labyrinth folgen.

«Es lohnt sich, das Maislabyrinth mehrmals zu besuchen», sagt Sozzi. Denn haben die Besucher den Ausweg erfolgreich gefunden, können sie beim nächsten Mal Jagd auf Holz-Wildschweine machen. Zehn Stück sind im Irrgarten versteckt.

Die Kinder können mit ihren Velos über eine Erdpiste mit Wellen und Kurven sausen. Für die ganz Kleinen hat es zudem ein Mini-Labyrinth, das zu einer Strohburg führt.

Am Samstag eröffnet der Irrgarten. Kommt das Labyrinth bei den Besuchern gut an, wollen die beiden Bauern auch nächstes Jahr wieder eines anlegen.

Eröffnung Maislabyrinth: Sa, 22. Juli, ab 13 Uhr, mit Hüpfburg und Maisbarwagen; nachher ist der Irrgarten bei schönem Wetter täglich von 8 bis 19 Uhr bis Ende September offen; Eintrittspreis im Kässeli einwerfen; Lugibachstrasse, Würenlos.

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