Am 14. Juni wählen die Mägenwiler einen neuen Gemeinderat für den abtretenden Hans Gisler (CVP). Er tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Gisler ist seit 2012 im Amt und führt die Ressorts Handel und Gewerbe, Hochbau, Planung und Verkehr.

Die SVP will den CVP-Sitz für sich gewinnen und schickt Stefano Martino ins Rennen. Der 51-jährige Fahrlehrer kommt ursprünglich aus dem Kanton Zürich. Doch für seine Lebenspartnerin Yvonne Senn-Kaufmann ist er vor fünf Jahren nach Mägenwil gezogen. «In den vergangenen Jahren habe ich die Gemeinde schätzen gelernt, daher möchte ich mich für Mägenwil engagieren», sagt Martino.

Und er habe schon länger mit den Gedanken gespielt, sich politisch zu engagieren. Zwar habe er noch keine politische Erfahrung, «aber für die Arbeit im Gemeinderat hat dies nicht Priorität, weil man hauptsächlich für die Gemeinde und die Mägenwiler Bevölkerung arbeitet», sagt er. Wichtig ist für ihn die Kontinuität bei der Ressortbetreuung. «Da ich für ein politisches Amt eher noch jung bin, ist es mein Ziel, über mehrere Legislaturperioden Gemeinderat zu bleiben.»

Dafür habe er auch die Unterstützung seines Arbeitgebers, der Stadtpolizei Zürich. «Für Sitzungen oder Tagungen kann ich freinehmen, wenn es dienstlich tragbar ist.» Sollten die Stimmbürger sich für ihn entscheiden, sei es ihm wichtig, die Lebensqualität in der Gemeinde zu erhalten und zu verbessern, dabei nennt er die Entsorgung als verbesserungswürdig. «Man könnte durchaus alle zwei statt drei Monate das Altpapier sammeln.» Ein Wunschressort hat der passionierte Harley-Fahrer nicht. «Allerdings würde mich der Teilbereich Hochbau, der ja auch frei wird, sehr reizen.»

Sein Kontrahent, der 63-jährige Marin Leuthard (CVP), sieht für Mägenwil ebenfalls Verbesserungspotenzial. Er wohnt mit seiner Familie seit 1983 in Mägenwil. «Wenn ich die Gemeinden rund um Mägenwil beobachte, dann fällt mir auf, dass sie die Bürger besser informieren.» Dadurch seien sie auch präsenter in den Medien, sagt Leuthard. «Das wünsche ich mir auch für unsere Gemeinde.» Zudem habe der Gemeinderat diesbezüglich eine Bringschuld gegenüber seinen Einwohnern.

Seit letztem Herbst ist Leuthard pensioniert. «Doch als Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater habe ich viele Aargauer Gemeinden beraten und war 12 Jahre in der Finanzkommission von Mägenwil.» Vier davon war er ihr Präsident.

Nun, da er pensioniert ist, habe er die Möglichkeit, sich für das Amt des Gemeinderates zu engagieren. «Dies war schon länger mein Wunsch, aber ich habe aus zeitlichen Gründen bisher nicht für das Amt kandidiert.»

Seine Pensionierung lässt ihm nun auch die Zeit, mehr Tennis zu spielen, Fahrrad zu fahren oder sich um den Garten zu kümmern. «Das Wichtigste bleibt für mich aber die Familie», betont er.