Baden
Wer schreibt die Badener Stadtgeschichte neu?

Die Stadt Baden soll ein neues Werk über die Stadtgeschichte erhalten. Der Einwohnerrat hat einen Kredit von 500000 Franken hierfür genehmigt. Die Abteilung Kultur schreibt das Projekt öffentlich aus. Bis Frühling 2015 soll das neue Buch vorliegen.

Roman Huber
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Barriere beim Schulhausplatz (um 1960) vor der grossen Verkehrssanierung.

Barriere beim Schulhausplatz (um 1960) vor der grossen Verkehrssanierung.

Die Abteilung Kultur der Stadt Baden sucht ein Autorenteam, das für die Erarbeitung einer neuen Stadtgeschichte verantwortlich zeichnet. Die Ausschreibung läuft bis Ende Februar 2013. Das Projektteam unter der Leitung der Abteilung Kultur hat sich zum Ziel gesetzt, den Auftrag zur Erarbeitung der neuen Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit einer Begleitkommission bis im Mai 2013 zu vergeben. Gesucht ist ein kleines Team von Autorinnen und Autoren (zwei bis vier, maximal sechs Personen), die in der Lage sind, die wichtigsten stadtgeschichtlichen Entwicklungen in ihrem aktuellen Forschungsstand und unter Beizug zeitgemässer Forschungsansätze darzustellen.

Erarbeitet werden soll ein Buch von rund 250 Seiten, das von der Entdeckung der Thermalquellen bis ins 21. Jahrhundert führt. Angestrebt wird, das neue Buch zur Badener Stadtgeschichte im Frühling 2015 zum Jubiläum der Eroberung des Aargaus vor 600 Jahren zu publizieren. Die Stadtgeschichte soll zu einem späteren Zeitpunkt per Internet zugänglich gemacht werden.

Das Projekt geht auf ein Postulat von Einwohnerrat Niklaus Stöckli (SP) zurück. Stöckli ist zwar seit Anfang Jahr nicht mehr im Einwohnerrat, hat sich aber an der Behandlung des Geschäfts an der Oktobersitzung 2012 noch als Einwohnerrat dafür einsetzen können. Die Vorlage war im Rat zwar umstritten, wenn auch ein neues Geschichtswerk als solches befürwortet wurde. Es war die Art und Weise, wie das Geschäft präsentiert wurde, als mangelhaft kritisiert. Ebenso war man sich über das Vorgehen und den Zeitpunkt uneinig. Diskutiert wurde auch eine Online-Plattform für die Stadtgeschichte. Der Kredit von 500000 Franken wurde dann aber mit 24 Ja bei 20 Nein-Stimmen genehmigt.

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