Wettingen
Ein neuer Vertrag mit der Arwo-Stiftung für weitere 50 Jahre

Der Wettinger Gemeinderat und die Arwo-Stiftung wollen den Baurechtsvertrag für die Werkstatt an der Kirchstrasse 18 erneuern.

Andreas Fretz
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In der Werkstatt der Arwo-Stiftung befinden sich geschützte Arbeitsplätze.

In der Werkstatt der Arwo-Stiftung befinden sich geschützte Arbeitsplätze.

Alex Spichale/Archiv

Die Arwo-Stiftung in Wettingen wurde 1973 gegründet. Sie fördert und verwirklicht die Inte­gration von Menschen mit einer Beeinträchtigung in den Berufsalltag sowie in das gesellschaftliche und kulturelle Leben. Die Stiftung ist aber auch die grösste Arbeitgeberin Wettingens.

1973 wurde mit der Gemeinde Wettingen für das Grundstück an der Kirchstrasse 18 ein Baurechtsvertrag abgeschlossen für die Dauer von 50 Jahren. An besagter Adresse befinden sich heute ein Werkstattgebäude mit geschützten Arbeitsplätzen in den Bereichen Mechanik und Hausdienst sowie Ateliers. Der Baurechtsvertrag läuft am 3. Dezember 2023 aus.

Grosses Interesse von beiden Seiten

«Sowohl die Arwo-Stiftung als auch der Gemeinderat bekunden ein grosses Interesse, den Baurechtsvertrag zu verlängern respektive neu abzuschliessen», sagt der zuständige Gemeinderat Martin Egloff (FDP). Dies soll erneut für die Dauer von 50 Jahren geschehen.

Die Baurechtsparzelle liegt mitten im Wettinger Dorfkern. Laut dem Immobilienberater Wüest Partner handelt es sich um eine exzellente Lage, wie ­Egloff betont. Aufgrund der Grösse von 1962 Quadratmetern und der geschützten Lage bildet die Parzelle auch weiterhin einen idealen Standort für die Arbeits- und Werkstatträume der Arwo-Stiftung.

Jährlich 30'000 Franken Baurechtszins für die Gemeinde

Die Baurechtsfläche soll zu marktüblichen Bedingungen zur Verfügung gestellt werden. Zuletzt wurden vom Gemeinderat Baurechtsverträge mit einem Basislandpreis von 1100 Franken pro Quadratmeter abgeschlossen (St. Bernhard AG, Gemeinnützige Gesellschaft Wettingen). Nun sei eine moderate Erhöhung des Basislandpreises auf 1200 Franken pro Quadratmeter angezeigt, sagt der Gemeinderat. Dies aufgrund der stark steigenden Baulandpreise und unter Einbezug des aktuellen Landesindexes der Konsumentenpreise. Die Gemeinde kann somit mit einem Baurechtszins von 29'430 Franken pro Jahr rechnen. Eine Anpassung des Basislandpreises wird alle fünf Jahre vorgenommen. Der Einwohnerrat wird an der Sitzung vom 1. Juli über die Verlängerung des Baurechtsvertrag entscheiden.

Kredite für Schartenstrasse und die Bibliothek

Bereits eine Woche früher entscheidet der Einwohnerrat über zwei Kreditbegehren. Die Altliegenschaft an der Schartenstrasse 42, die seit jeher durch Schulen oder Kitas genutzt wird, ist energetisch in einem sehr schlechten Zustand. Eine Energiesanierung, die je nach Standard Einsparungen im Energieverbrauch von bis zu 70 Prozent erreichen kann, sei daher zwingend notwendig, so der Gemeinderat. Die Schätzung der Baukosten ergibt einen Betrag von 350'000 Franken. Die Einsparung der Energiekosten beläuft sich auf rund 2000 Franken pro Jahr.

Das zweite Kreditbegehren über 180'000 Franken betrifft die Erneuerung der Ausleihe in der Gemeindebibliothek Wettingen. Diese soll durch eine Software modernisiert und automatisiert werden. Dadurch kann das Personal mehr Zeit in die Beratung und den Kundenservice investieren.

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