Coronakrise

Wettingen lanciert einen digitalen Mädchentreff

Die Kontaktmöglichkeiten in Jugendzentren haben sich verändert. (Symbolbild)

Die Kontaktmöglichkeiten in Jugendzentren haben sich verändert. (Symbolbild)

Die Jugendarbeit will Unterstützung und Austausch im veränderten Alltag anbieten.

Spezielle Zeiten bieten auch aussergewöhnliche Möglichkeiten und diese will die Jugendarbeit Wettingen (JAW) ausschöpfen. Im März lancierte die JAW ihren ersten digitalen Mädchentreff. Ein neues Angebot in Zeiten von Corona, welches bereits gut genutzt wird und den Jugendlichen Unterstützung im veränderten Alltag bieten soll, wie Sandra Mahr von der Jugendarbeit Wettingen mitteilt.

In normalen Zeiten herrscht jeweils reger Betrieb in den Räumlichkeiten der Jugendarbeit Wettingen JAW. Die Jugendlichen kommen zum Mittagstisch, treffen sich in der Villa Fluck oder im Schartenkafi und nehmen an Events teil. Während der Coronapandemie können diese Treffen nicht in dieser Form stattfinden.

Aber gerade in der Zeit des «Physical Distancing» ist es der JAW wichtig, weiter für die Jugendlichen da zu sein. Die JAW will für sie erreichbar sein, Austausch anbieten, Ideen vermitteln, Spass haben, aber auch hellhörig beobachten, wie sich diese spezielle Zeit auf die Gemüter der Jugendlichen auswirkt. Die Message: Ihr seid nicht allein – deswegen der neue Online-Treff speziell für Mädchen.

Kurz nach der Einführung der ausserordentlichen Massnahmen durch den Bundesrat hat die JAW die Mädchen auf ein gemeinsames Treffen via Videokonferenz eingeladen. Etwas aufgeregt, wie wohl so ein Online-Treff funktioniert, traten schon bald die ersten Mädchen der virtuellen Versammlung bei.

Mit der Technik vertraut dank Online-Unterricht

Durch den Online-Schulunterricht waren sie mit der Technik bereits vertraut und es war erstaunlich, wie rasch und gut der Treff in digitaler Form funktionierte, sagen die Verantwortlichen. Die Mädchen liessen einander ausreden und warteten geduldig, um im richtigen Augenblick das Wort zu ergreifen.
Aus dem ersten Treffen entstand der Wunsch, sich wöchentlich für ein bis zwei Stunden zu treffen.

Die Meetings werden von den Mädchen mitgestaltet. An diesen ersten digitalen Treffs erzählten die Mädchen, wie es ihnen geht und daraus sind wieder neue Themen entstanden. Die Mädchen motivieren, inspirieren und ermutigen sich gegenseitig. Auch entstand eine Liste von Ideen für die Langweile zu Hause: Musik hören, tanzen, Sport machen, unter der Dusche singen, ein Instrument lernen, spielen oder mit Freunden telefonieren.

Meistgesehen

Artboard 1