Seit 2010 konnte es sich sogar vom 44. Rang um 21 Plätze verbessern. «Ich bin sehr erfreut und stolz über dieses Ergebnis», sagt Markus Dieth, Gemeindeammann, zu dem guten Resultat.

Pluspunkte für Wettingen

Mit Freude präsentierte Sandra Frauenfelder, Leiterin Standortförderung, die Ergebnisse des Ratings. «Das Resultat wird von uns aber noch kritisch analysiert», sagt sie. Die grössten Verbesserungen gelangen Wettingen im Arbeitsmarkt. Besonders hervorgehoben wurden die Firmenzuzüge und Gründungen. Auch die Attraktivität sowie der Branchenmix der angesiedelten Branchen wurden als gut bewertet.

Im Bereich Kultur und Freizeit konnte Wettingen sich gegenüber dem Vorjahr um 5 Ränge verbessern. Hier haben sich die hohen kommunalen Ausgaben pro Kopf ausgezahlt. Selbst in der Rubrik Einkaufsinfrastruktur gelang Wettingen eine bessere Platzierung. Das konnte aber nur dank einer gegenüber dem letzten Rating geringeren Gewichtung der Anzahl Shoppingcenter erreicht werden. Zusätzlich wurde die Attraktivität des Einkauferlebnisses als positiv bewertet.

Im Vergleich zum Vorjahr schnitt Wettingen aber in einigen Bereichen schlechter ab. So haben beispielsweise die Ausgaben im Gesundheitsbereich pro Person im Vergleich mit anderen Städten schlechter abgeschnitten, was zu einer Abwertung in der Rubrik Gesundheit und Sicherheit führte.

Guter Firmenstandort

«Das gute Resultat hängt mit der aktiven Standortförderung zusammen, die seit 2009 betrieben wird», sagt Dieth. Im dazugehörigen Jahresbericht ist zu entnehmen, dass auch im Jahr 2011 erneut aktiv Standortpflege betrieben wurde. Das Kernstück dabei bildeten die Firmenbesuche, die Sandra Frauenfelder und Markus Dieth im vergangenen Jahr getätigt hatten.

«Als Standortvorteile sehen in Wettingen ansässige Firmen nebst den tiefen Steuern die gute Verkehrserschliessung sowie Arbeitskräfte aus allen Ausbildungsstufen, welche in Wettingen und Umgebung wohnhaft sind», sagt Frauenfelder. Die Ergebnisse aus diesen Besuchen werden dem Gemeinderat zur Verfügung gestellt und allfällige Massnahmen beantragt.

Projektplanung als Grundlage

Wettingen möchte sich auch als Naherholungsgebiet positionieren. Um das zu erreichen, wurde im vergangenen Jahr ein Wanderführer veröffentlicht. Weiter wurden alle Dokumente, Prospekte sowie der Internetauftritt vereinheitlicht. Damit will man Wettingen als Marke weiter stärken.

«Standortförderung ist Neuland für Wettingen», sagt Dieth. Doch wolle man an der offensiven Standortpflege weiter festhalten. Die Planungen und Projekte der Gemeinde Wettingendienen dabei Sandra Frauenfelder als Grundlage für ihre weitere Arbeit.