«Jugendarbeit … bi de Lüüt» – so nannte die Jugendarbeit ihre Umfragen-Tournee im September. Das Ziel war, herauszufinden, was Wettingen über die Jugend und die Angebote für die Jugendlichen im Dorf denkt. Ausserdem wollten sie Kontakte mit 1000 Wettingerinnen und Wettingern knüpfen. Nun ist die Umfrage ausgewertet und die Kontakte sind gezählt.

«Wir haben 875 Kontakte geknüpft und Gespräche geführt», sagt Katja Stockmann, Leiterin der Jugendarbeit Wettingen. «Damit sind wir total zufrieden.» Die Umfrage haben insgesamt 176 Erwachsene und 181 Jugendliche ausgefüllt. «Durch die in dieser Altersgruppe recht repräsentative Umfrage kennen wir weitere Bedürfnisseder jungen Wettinger und können mit neuen Angeboten den Zeitgeist treffen», sagt Stockmann.

Auf die Frage, was in Wettingen fehle, haben 13 Prozent von 355 Befragten geantwortet, es mangle an Jugendangeboten. «Viele Jugendliche wollen Angebote wie einen Ausflug in den Europapark», so Stockmann. «Aber auch Filmabende und Kinobesuche stehen hoch oben auf der Liste.» Ausserdem werden mehr jugendgerechte Ausgangsmöglichkeiten gewünscht.

Vermehrt differenzierte Angebote

«Es erstaunt uns nicht, dass wir die Jugendlichen bei ihrem Konsumverhalten abholen müssen», sagt Stockmann. Das heisst für die Jugendarbeit: Sie wollen vermehrt kurzweilige, differenzierte Angebote und Projekte zur Verfügung stellen und weniger gleiche Anlässe, die sich wiederholen. «Die Jugendlichen greifen zu, sobald ein gutes Angebot kommt – bis dahin warten sie», sagt Stockmann. Fast die Hälfte der befragten Jugendlichen bezeichnet sich als «Chiller», nur ein Prozent sieht sich als «Alternativ und kritisch».

Die Jugendarbeit weiss nun, dass ihre Präsenz gut ankommt. «Wenn wir uns im Dorf zeigen, kommen die Leute auf uns zu und sind neugierig.» So wolle die Jugendarbeit die Zusammenarbeit mit den Schulen verstärken, um aktiv auf die Jugendlichen zuzugehen.

Weitere Resultate auf www.jugendarbeitwettingen.ch.