Wettingen

Wettinger Bahnhofareal soll attraktiver werden

Das Bahnhofareal nördlich der Gleise soll aufgewertet werden – der Güterschuppen (links) würde stehen bleiben.  martin rupf

Das Bahnhofareal nördlich der Gleise soll aufgewertet werden – der Güterschuppen (links) würde stehen bleiben. martin rupf

Wer heute mit dem Zug in Wettingen einfährt, erhält nicht den besten Eindruck der Gemeinde. Viele Parkplätze, Gewerberäume und Güterbahnhof-Ambiente heissen den Besucher als Erstes willkommen. Das soll sich nun ändern.

Seit Ende letztes Jahr läuft ein Testplanverfahren, um das Bahnhofareal nördlich der Gleise aus dem «Dornröschenschlaf» zu wecken. Zurzeit arbeiten drei Architekturbüros je drei Konzepte aus, wie das Areal künftig aufgewertet werden kann. «Geplant ist, diese drei Planungen im Mai zu analysieren und im Rahmen einer Synthese zu einem möglichen Projektvorschlag zusammenzufassen», sagt Urs Heimgartner, Leiter der Bau- und Planungsabteilung.

Private Initiative ohne Wirkung

Doch wieso braucht es überhaupt eine Neugestaltung des Bahnhofareals? «Der Bahnhof ist ein wichtiges Eingangstor zu Wettingen, das leider nicht unbedingt einem lebendigen, durchmischten Ort entspricht», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. In Vergangenheit seien von privater Seite zwar mehrere Anläufe unternommen worden, das Areal aufzuwerten – leider ohne Ergebnis. «Deshalb hat sich der Gemeinderat entschieden, die Entwicklung gemeinsam mit den Grundeigentümern des Bahnhofareals an die Hand zu nehmen», sagt Dieth.

Damit spricht der Gemeindeammann einen wichtigen Punkt an. Denn neben der Gemeinde und den SBB gehört das Wettinger Bahnhofareal noch drei weiteren Eigentümern. Die Gemeinde wolle keine Pflästerlipolitik betreiben, sondern die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen. «Wir wollten die Eigentümer von Anfang an mit ins Boot holen», sagt Dieth. «In diesem Prozess wurden sämtliche Grundeigentümer von Anfang an einbezogen und haben alle Eigentümer gleich viel zu sagen», betont der Gemeindeammann.

Vorgaben des Denkmalschutzes

Ziel des Planungsverfahrens sei es, die städtebaulichen und verkehrstechnischen Rahmenbedingungen zu konkretisieren und aufzuzeigen. Nebst eines benutzerfreundlichen Verkehrsknotenpunktes und verbesserten Umsteigemöglichkeiten (siehe Box) «stehen auch eine attraktive Freiraumgestaltung und die Ansiedelung von Gewerbe und Dienstleistung im Vordergrund», sagt Dieth. Dabei sei man an gewisse Vorgaben des Denkmalschutzes gebunden. «Der Güterschuppen, die Drehscheibe und die Lok-Remise bei der Drehscheibe gelten als Schutzobjekte und sind zu erhalten», erklärt Urs Heimgartner.

Sobald die Erkenntnisse des Planungsprozesses gesichert seien, müsse geprüft werden, ob es zum Erreichen der gesteckten Ziele eine Anpassung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) oder allenfalls eines Sondernutzungsplanes bedürfe, erklärt Heimgartner.

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