Wettingen

Wettinger Rotarier spenden für moldawische Kinder 12’000 Franken

Mit viel Lob nahm alt Bundesrat Adolf Ogi die Spende der Rotarier Wettingen und Wettingen-Heitersberg für die Stiftung Swisscor entgegen. Die Stiftungese organisiert seit dem jahr 2000 jedes Jahr ein Camp für bis zu 100 Kindern aus Krisenregionen.

«Moldawien ist das Armenhaus Europas», sagte alt Bundesrat Adolf Ogi im Refektorium des Klosters Wettingen, «das Land hat eine Unterstützung dringend nötig.» Als Patronatspräsident der Stiftung Swisscor hatte er die Ehre, den Check über 12’000 Franken vom Rotary Club Wettingen und Wettingen-Heitersberg entgegennehmen zu können.

«Man muss leider feststellen, dass die Welt aus dem Gleichgewicht geraten ist», sagt Ogi zu Beginn seines Referats, «wir müssen uns bewusst werden, was im Ausland passiert.» Der Krieg, der Hunger und die Armut veranlasste im Jahr 2000 den damaligen Bundespräsidenten zur Gründung der Stiftung Swisscor.

Kinder aus Krisengebieten

Diese organisiert seither jedes Jahr ein Camp für bis zu 100 Kindern aus Krisenregionen. Es sind kranke oder behinderte Waisenkinder, die für zwei Wochen die Schweiz besuchen können. Sie erhalten medizinische Betreuung und Behandlung und es gibt viel Raum zum Spielen, Wandern und zum Aufleben.

«Es ist eindrücklich zu sehen, wie die Augen der Kinder am Ende des Camps leuchten – aber auch wie die Betreuer die Kinder fast nicht mehr gehen lassen wollen.» Zu Beginn des Projekts waren es vorwiegend Kinder aus Ex-Jugoslawien, 2012 und auch in diesem Jahr werden Moldawier in das Camp reisen können.

«Die Jugend ist unsere Zukunft», sagt Ogi, deshalb müsse man den Fokus auf die Kinder richten. Dabei sieht sich Swisscor in einer Vorreiterrolle: «Wir sind ein Unikat, wir schicken kein Geld, sondern betreuen die Kinder hier und bringen sie wieder zurück.» Dabei diene die Schweiz als Vorbild: «Vier Kulturen, vier Sprachen und 26 Kantone – unser Zusammenleben funktioniert nur dank einer Sensibilität für Schwächere», so der alt Bundesrat.

Ursprünglich wurde das Militär für die Betreuung der Kinder eingesetzt. Im Jahr 2006 konnte die Armee ihre Dienste nicht mehr anbieten – zu wenig Soldaten, zu wenige Unterkünfte, wie es vom VBS aus hiess. Für Ogi – selbst bis im Jahr 2000 Vorsteher des Departements, unverständlich. «So hatten die Armeeangehörigen die Möglichkeit, einen wirklich sinnvollen Dienst zu leisten», sagt der Alt Bundesrat.

Zum vierten Mal unterstützt

250’000 Franken kostet das Projekt die Stiftung jährlich, Subventionen vom Bund gibt es nicht. Umso mehr freut sich Ogi über die Unterstützung der Rotarier. Die rund 12’000 Franken sind der Reinerlös der «Midlife-Party», die Ende Januar in der Stanzerei stattgefunden hatte. Bereits zum vierten Mal wurde der Anlass von den Rotary Clubs Wettingen und Wettingen-Heitersberg für Projekte dieser Art organisiert.

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