Baden-Wettingen
Wie die Elternrunde ihre Krise überstanden hat

Vor ein paar Jahren stand es schlecht um die Zukunft der Elternrunde Baden-Wettingen. Doch die jahrelange Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern war erfolgreich.

Janine Gloor
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Maren Tromm, Valeria Brunold und Rosalba Russo werden den Vorstand der Elternrunde Baden-Wettingen übernehmen.

Maren Tromm, Valeria Brunold und Rosalba Russo werden den Vorstand der Elternrunde Baden-Wettingen übernehmen.

zvg

Seit über 50 Jahren setzt sich die Elternrunde Baden-Wettingen für Bildung von Eltern ein. Doch 2013 stand es schlecht um die Zukunft des gemeinnützigen Vereins, der ausschliesslich aus Vorstandsmitgliedern besteht.

Fünf Frauen zählte der Vorstand, einige von ihnen waren schon seit acht Jahren dabei. Die eigenen Kinder wurden älter, die Frauen dachten über die Wiederaufnahme ihrer Berufe nach und hatten deshalb vor, sich aus dem Vorstand mit Freiwilligenarbeit zurückzuziehen. Doch die Suche nach Nachfolgern gestaltete sich äusserst schwierig. «Zwei Jahre lang haben wir nach neuen Mitgliedern gesucht», erklärt das aktuelle Vorstandsmitglied Christa Meier. Niemand wollte sich für das Amt verpflichten.

Einteilige Kurse bevorzugt

Erst nach intensiver Werbung konnte die Elternrunde schliesslich mit Maren Tromm, Valeria Brunold und Rosalba Russo drei Frauen willkommen heissen, die den Vorstand übernehmen wollten. Das Kursprogramm für diesen Herbst wurde noch vom alten Vorstand erstellt, die Übergabe erfolgt an der nächsten Generalversammlung im März 2016. Weitere Vorstandsmitglieder – auch Männer – seien willkommen, sagt Christa Meier.

Das Konkurrenzangebot rund um die Elternrunde Baden-Wettingen ist immer grösser geworden. Mit dem Programm gehe man gemäss Meier zurück zum Ursprung und bietet diesen Herbst eine Reihe mit Abendkursen an. Die meisten sind nach einem Abend abgeschlossen. Dieses Konzept hat sich bewährt, wie Meier erklärt: «Die meisten Leute ziehen einteilige Kurse vor, sie wollen sich nicht mehrere Abende freihalten.»

In anderen Jahren habe man auch schon versucht, das Angebot auszuweiten und beispielsweise Vertiefungskurse nach dem Elternbildungstag im Frühling durchzuführen. Diese seien aber nicht so gut angekommen. Thematisch berühren die Kurse verschiedene Inhalte, neben Dauerbrennern wie der Pubertät suchen die Organisatorinnen stets auch nach aktuellen Themen. Den Auftakt macht dieses Jahr ein Kurs über hochsensible Kinder, deren Verhalten leicht mit ADHS verwechselt werden kann.

«Ein Thema, dass in der Zukunft sicher noch wichtiger wird», meint Meier. An einem Abend können Eltern lernen, wie ein Kindergeburtstag budgetfreundlich und trotzdem unvergesslich wird. Die Kurse werden nicht nur von Eltern besucht. Gemäss Meier gibt es regelmässig auch Teilnehmer, die beruflich mit Kindern zu tun haben.

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