Mindestens 80 der bisher 132 Terroropfer von Paris sind in einem Konzertsaal gestorben, dem Bataclan. Die Terroristen haben während eines Konzerts der Band Eagles of Death Metal das Gebäude betreten und die Gäste regelrecht exekutiert. Auch in der Schweiz ist nun Verunsicherung spürbar. Was machen Konzertveranstalter in der Region, um die Sicherheit ihrer Gäste gewährleisten zu können? Der Regionalsender Tele M1 hat nachgefragt.

Pipo Kofmehl von der Solothurner Kulturfabrik Kofmehl zeigt sich betroffen angesichts der Geschehnisse in Paris: «Wenn jemand einfach in einem Raum reinmarschiert und drauflos schiesst, haben die leute keine Chance. Das muss unglaublich gewesen sein.» Im Kofmehl werden aber keine Events als Folge der Pariser Anschläge abgesagt.

Auch im Badener Nordportal nicht. Dort haben sich die Pariser Anschläge aber schon bemerkbar gemacht: 40 Prozent der Gäste haben am Samstagabend auf das Konzert von Luca Hänni verzichtet, obwohl sie schon Tickets hatten. Änderungen im Sicherheitsdispositiv seien aber nicht nötig: «Wir gehen nicht auf die Gäste zu, um sie mehr zu sensibilisieren», sagt Muriel Peterhans vom Nordportal. «Wir halten einfach an unserem Sicherheitskonzept fest: Pro 100 Gäste haben wir ein Mitglied des Sicherheitspersonals. Damit ist man gut bestückt.»

Auch der CEO des Hallenstadions Zürich, Felix Frei, sieht keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Man schaue das Sicherheitskonzept ohnehin regelmässig mit der Polizei an, so auch jetzt, nach den Anschlägen in Paris. Er rechnet aber nicht damit, dass grössere Neuerungen notwendig sind. (az)