Weil das träge Material (Steine, Beton, Ziegel, Glas, Mauerabbruch oder Strassenaufbruch) vor Ort aufwendig separiert und dann auf besonderen Deponien entsorgt werden musste, verzögert sich die Eröffnung des «Botta-Bades» um rund ein Jahr. Statt wie geplant ab dem Herbst 2020 wird das Thermalbad erst ab dem zweiten Halbjahr 2021 Badegäste ins wohltuende Badener Wasser locken.

Ein Jahr Verspätung – was heisst das für die Baukosten im Bäderquartier? Zu dieser Frage und ob für die Verzögerung jemand haftet, will die beim Bau federführende Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden keine Stellung nehmen. Marc Bertschinger, Kommunikationsleiter der Stiftung, sagt nur: «Eine verlängerte Bauzeit hat selbsterklärend finanzielle Folgen, weil beispielsweise auch erst ein Jahr später Einnahmen erzielt werden können.»

«Richten uns nach dem Fahrplan»

Die Baukosten für den Neubau des Thermalbads, des neuen Parkhauses, des Ärzte- und Wohnhauses im Limmatknie sowie für den Umbau des Verenahof-Gevierts in eine Klinik wurden mit rund 150 Millionen Franken veranschlagt. Parallel zu diesen Bauten wird die Stadt den Kurplatz und die Umgebung im gesamten Bäderquartier neu gestalten. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 6 Millionen Franken. Stadtammann Markus Schneider (CVP), der für die Bäder zuständig ist, sagt: «Die Verspätung ist natürlich schade, weil wir ein Jahr länger auf das Bad warten müssen.» Auf die Umgebungsarbeiten der Stadt und die entsprechenden Kosten habe die Verzögerung aber keinen grossen Einfluss: «Wir wissen jetzt, wie der Fahrplan der Stiftung ist. Entsprechend werden wir uns mit unserem Fahrplan richten.»

Die Verspätung sei deshalb keine Tragödie für die Stadt. Entscheidend sei, dass das neue Thermalbad tatsächlich gebaut wird, und das sei unumstritten der Fall, so Schneider. Die Stadt werde in nächster Zeit mit allen Quelleneigentümern die Planung der neuen Thermalwasserleitungen koordinieren. Die Umgebungsarbeiten der Stadt sollen dann so abgestimmt werden, dass sie möglichst zeitgleich mit dem neuen Bad abgeschlossen werden können.

Wie die Stiftung Gesundheitsförderung mitteilt, steht die Baustelle trotz Verspätung auch in den kommenden Wochen nicht still. Im Inneren des historischen Verenahof-Gevierts etwa werden die Umbauarbeiten auch während der Winterzeit zügig weitergehen.