Was ist heute bereits möglich? Wie kann ich als Hausbesitzer meinen Solarstrom effizient nutzen und speichern? Wie den Eigenverbrauch optimieren? Diese und viele weitere Fragen beantworten die beiden neuen Ausstellungskomponenten «Farbige Solarfassaden» und «Speicherbatterien» der Umwelt-Arena Schweiz.

Wie sich die neuen Technologien in der Realität behaupten, zeigt ein Projekt der Umwelt-Arena Schweiz. In Brütten (ZH) steht das weltweit erste Mehrfamilienhaus, das ohne externen Anschluss für Strom, Öl und Erdgas auskommt. Beim Haus wurden speziell entwickelte, massgeschneiderte Photovoltaik-Module für die Fassaden eingesetzt. Seit der Eröffnung durch Bundesrätin Doris Leuthard im Juni 2016 ging die Entwicklung von Solarfassaden in Riesenschritten vorwärts, wie es in einer Mitteilung heisst.

Lokalität gewinnt an Bedeutung

Die Möglichkeiten der Fassadengestaltung und -montage seien inzwischen fast unbegrenzt. «In der neuen Ausstellung werden zum ersten Mal die verschiedenen Möglichkeiten und Farbvarianten von Solarfassaden, Montagesystemen sowie Speichervarianten unter einem Dach präsentiert. Die gezeigte Diversität ist einmalig», sagt Christian Rudin, Geschäftsführer der Umwelt-Arena in Spreitenbach.

Die lokale Produktion, die lokale Nutzung und die lokale Speicherung von Solarenergie gewinnen laut der Umwelt-Arena stetig an Bedeutung und werden die Energiegewinnung am Gebäude der Zukunft stark beeinflussen. «Die Hälfte des Strombedarfs der Schweiz könnte auf Dächern und Fassaden erzeugt werden», sagt David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar.

Die beiden neuen Ausstellungen zeigen aktuelle und für den Markt einsatzbereite Technologien. Sie geben Tipps und Anregungen für eine tiefere Stromrechnung und zeigen, wie der Selbstversorgungsgrad erhöht werden kann. Solarfassaden seien ausserdem auch finanziell interessant. Im Vergleich zu konventionellen Fassaden brauchen sie keinen Unterhalt, sodass sie nach etwa 25 Jahren gleich teuer sind wie eine konventionelle Fassade. Danach liefert die Solarfassade weiterhin Strom für den Eigenbedarf und die Einspeisung ins Netz, was als Gewinn zugutekommt.